Schüler werfen einen Blick hinter die Kulissen von humedica und “Geschenk mit Herz”

von Angelika Landgraf, Stefanie Huisgen, 20.12.2011

Die Ludwig-Reinhard-Schule in Kaufbeuren ist ein Förderzentrum, dessen Schwerpunkt auf die geistige Entwicklung ausgerichtet ist. Zwölf Schülerinnen und Schüler der Berufsschulstufe BS2 haben humedica vor kurzem einen Besuch abgestattet und bekamen von humedica-Mitarbeiter Clemens Matern eine Hausführung.

Die BS2 konnte an ihrer Schule viele Klassen dazu motivieren, Päckchen für '"Geschenk mit Herz" zusammenzustellen. Foto: Ludwig-Reinhardt-Schule

Die Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren werden allmählich auf das Erwachsenen- und Berufsleben vorbereitet. Im Religionsunterricht haben sie sich bereits mit Themen wie „Leben in der Gemeinschaft, Helfen und Teilen“ auseinandergesetzt. In einer der Unterrichtseinheiten stand die Behandlung von Hilfsorganisationen auf dem Lehrplan und so entstand bei den Schülern der Wunsch, selbst etwas Gutes zu tun.

Die Schule nahm Kontakt zur ortsansässigen Hilfsorganisation auf und erhielt das Angebot, sich an der Weihnachtspäckchenaktion zu beteiligen. So beklebten die Schülerinnen und Schüler Schuhkartons für „Geschenk mit Herz“ - eine kombinierte Lehreinheit aus Arbeitstraining und sozialem Engagement.

Denn die Jugendlichen erlernen im Förderzentrum verschiedene Arbeitstechniken sowie den Umgang mit unterschiedlichen Materialien. Dies dient der Vorbereitung auf die Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen, wohin der Weg für einen Großteil der Schüler führen wird.

Da die Eltern einer Schülerin ein Schuhgeschäft besitzen, war die Versorgung mit Schuhkartons sichergestellt. Geschenkpapier und Klebestifte wurden von humedica bereitgestellt - und schon konnte die Arbeit losgehen.

Besonders erfreut zeigte sich die Klasse BS2 über einen Unterrichtsbesuch von Clemens Matern. Der Logistikbeauftragte von „Geschenk mit Herz“ berichtete den interessierten Schülern sehr anschaulich von der Arbeit und den Einsätzen der humedica-Mitarbeiter und Ärzteteams sowie der Weihnachtspäckchenaktion.

Die Jugendlichen zeigten großes Interesse bei der Hausführung und waren besonders vom bunten Treiben in der Lagerhalle beeindruckt. Foto: Ludwig-Reinhardt-Schule

Von dem Vortrag waren die Schülerinnen und Schüler so beeindruckt, dass sie sich gern an der Arbeit beteiligen wollten und auch selbst einige Päckchen mit kleinen Geschenken füllten. Über die Schulnachrichten verbreiteten sie von ihrem Engagement für humedica und konnten auf diese Weise viele andere Klassen zum Päckchenpacken animieren.

Einem Angebot von humedica an die Ludwig-Reinhardt-Schule, die Räumlichkeiten der Hilfsorganisation persönlich in Augenschein zu nehmen, kam die BS2 gerne nach. Die Jugendlichen waren im Vorfeld besonders gespannt zu erfahren, was mit ihren Päckchen im Lager passieren würde.

„Die Schülerinnen und Schüler freuten sich sehr, von Clemens Matern durch das Gebäude geführt zu werden und die verschiedenen Büros kennen zu lernen“, erklärt Studienrätin im Förderschuldienst, Angelika Landgraf. „Es war schön, dass er sich so viel Zeit für uns genommen hat und alles ausführlich erklärt hat. Besonders die Lagerhalle mit den vielen fleißigen Helfern, an deren Tisch wir auch Brotzeit machen durften, hinterließ einen nachhaltigen Eindruck bei den Jugendlichen.“

Nicht nur die Büros mit den „netten Mitarbeitern“, die der jungen Besuchergruppe gerne ihre speziellen Aufgabengebiete erläuterten, stießen auf reges Interesse. Auch ein Blick ins Medikamentenlager sorgte für große Begeisterung.

„Auf jeden Fall werden wir weiterhin Schuhkartons bekleben und im nächsten Jahr natürlich wieder bei ‚Geschenk mit Herz’ mitmachen“, verspricht Angelika Landgraf.

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