humedica-Koordinator kehrt zurück - Aus Katastrophenhilfe wird Wiederaufbau

von Steffen Richter, 21.04.2011

Mehr als fünf Wochen sind seit dem verheerenden Erdbeben in Japan mit anschließendem Tsunami vergangen. Während die durch Zerstörung hervorgerufenen massiven Probleme an verschiedenen Reaktoren des Kernkraftwerks Fukushima noch nicht gelöst sind, entwickelt sich die Hilfe auf anderen Ebenen weiter: Aus dem Katastropheneinsatz entstehen für humedica und lokale Partner nun Projekte des Wiederaufbaus.

Rückkehr von einem bewegenden Einsatz im eigenen Heimatland: Der Wahl-Ulmer Satoshi Machii ist sicher zurück in Deutschland. Foto: humedica/Stefan Herla

Für humedica-Koordinator Satoshi Machii war die Reise in seine Heimat sicher nicht leicht. Zwar hat die Familie des Wahl-Ulmers die Katastrophen unverletzt überstanden, dennoch machen die immensen Zerstörungen im Norden Japans den engagierten Helfer verständlicherweise sehr traurig.

Nach rund zwei Wochen neuerlichem Aufenthalt in Japan (Hinweis: Satoshi Machii war auch Mitglied des humedica-Ersteinsatzteams, das nach drei Tagen wieder die Heimreise antreten musste), verbunden mit verschiedenen Hilfsgüterverteilungen im Land, ist Machii nach Deutschland zurückgekehrt.

Im Gepäck viele bewegende Erlebnisse, Erfahrungen und eine wichtige Erkenntnis: Die geleistete Katastrophenhilfe muss nun durch Projekte im Bereich Wiederaufbau abgelöst werden.

Dieser Schritt ist auch bedingt durch die sehr gute Infrastruktur im hochentwickelten Japan, die sowohl Verteilungen als auch medizinische Hilfe überflüssig macht. Gemeinsam mit den lokalen Partnern von der Liebenzeller Mission und der Evangelischen Allianz Japan konzipiert humedica nun entsprechend der aktuellen Situation nachhaltige Projekte im Bereich Rehabilitation und Wiederaufbau.

„Die Leistungen der japanischen Helfer im Katastrophengebiet sind bemerkenswert“, sagte humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß. „Wir sind gerne bereit in jedem Bereich unterstützend zu wirken, werden uns nun aber auf langfristige Projekte konzentrieren.“

Vorbereitung einer großen Hilfsgüterverteilung in der stark betroffenen Region Sendai. Foto: humedica

Denkbar sind Bau- und Renovierungsmaßnahmen von Schulen oder Kinderheimen wie sie zurzeit in Haiti umgesetzt werden ebenso wie die Entwicklung von Projekten inklusive Neubau von Gebäuden, für die aufgrund der Katastrophen nun ein Bedarf entstanden ist.

Wir bitten Sie, liebe Freunde und Förderer, weiterhin um gezielte Spenden zur Realisierung der langfristigen Wiederaufbauhilfe im japanischen Katastrophengebiet.

Lassen Sie uns nicht vergessen, dass bei allen Sorgen um die Situation rund um das Atomkraftwerk Fukushima weite Teile der nördlichen Küstenregion durch Erdbeben und Tsunami massiv zerstört wurden. Bitte helfen Sie mit einer gezielten Spende:

      humedica e.V.
      Stichwort „Erdbeben Tsunami Japan
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Auch mit einer Online-Spende können Sie unser Engagement in Japan unterstützen.

Sicher, schnell und direkt ist auch die Möglichkeit, mit einer sms zu unterstützen: Textmitteilung mit Stichwort DOC an die 81190. Von den damit gespendeten 5,- Euro fließen 4,83 Euro direkt in die humedica-Katastrophenhilfe.

Traurige Szenarien in den zerstörten Regionen der eigenen Heimat: Satoshi Machii engagiert sich stark für die Betroffenen in Japan. Foto: humedica

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