Verteilungen von Lebensmitteln und Decken in der Region Sendai

von Ruth Bücker, 21.03.2011

„Die Situation ist sehr schwer zu beschreiben“, berichtete Pastor Rick Justus vor wenigen Augenblicken aus Japan. „Die Zerstörung hier ist so groß, dass wir alle es noch nicht richtig realisieren. Die Menschen sind geschockt und begreifen erst langsam das ganze Ausmaß der Verwüstung und der Katastrophen. Es ist schrecklich!

Rick Justus ist Pastor der Gemeinde „Living Water Fellowship“ in Shimada, südlich von Tokyo in der Präfektur Shizuoka gelegen. Seit Jahren lebt er gemeinsam mit seiner Frau Connie in Japan und betreut eine Gemeinde. Als die schlimmen Nachrichten über das Erdbeben und den darauf folgenden Tsunami das Ehepaar erreichten, planten sie unmittelbar die Hilfe für die Opfer der doppelten Katastrophe.

"Wir fuhren eine Stunde an der nordöstlichen Küste Japans entlang und es war die gesamte Fahrt über nur Zerstörung zu sehen." Foto: Privat/James Coble

Drei Lastwagen mit Hilfsgütern konnten sie seitdem in den Nordosten Japans entsenden und dringend benötigte Nahrungsmittel und Trinkwasser, sowie Hygieneartikel, Decken und Kleidung an die notleidenden Menschen verteilen. Ein vierter Transport von weiteren Hilfslieferungen wird vorbereitet.

Mit den humedica anvertrauten Spendengeldern unterstützen wir das Ehepaar Justus und ihre Gemeinde bei weiteren Hilfsgüterverteilungen. Meldungen darüber, dass insbesondere im Norden des Landes radioaktive Strahlung in Nahrungsmitteln und dem Trinkwasser festgestellt worden sei, macht die Versorgung mit unbelasteten Lebensmitteln umso dringender.

Mit den Geldern werden wir hauptsächlich Nahrungsmittel und Trinkwasser kaufen, da die regionalen Lebensmittel hier als kontaminiert gelten. Dringend benötigt werden darüber hinaus auch Windeln und insbesondere auch Babynahrung“, erläuterte Rick Justus im Gespräch.

Die „Living Water Fellowship“-Gemeinde ist einer der Partner, die mit humedica-Spendengeldern aus Deutschland unterstützt werden. Weitere Spenden werden für den Einkauf und die Verteilung von Hilfsgütern an die Organisation CRASH Japan (Christian Relief, Assistance, Support and Hope) übermittelt, die bereits seit sieben Jahren in Japan tätig ist und sich auf eine Katastrophe diesen Ausmaßes, wie sie vor einer Woche eingetreten ist, vorbereitete.

Bereits am Wochenende verteilten freiwillige Helfer von CRASH Japan Materialien für Notunterkünfte und Reis und Soja für mehr als 500.000 Mahlzeiten. Aufgrund der enormen Ausmaße der Katastrophe ist dies aber bei weitem nicht ausreichend und durch die Unterstützung von humedica wird die Beschaffung und Verteilung weiterer Nahrungsmittel und Hilfsgüter in der Region um Sendai möglich sein.

Gebiete nördlich von Sendai wird auch der vierte Lastwagen mit Hilfsgütern der „Living Water Fellowship"-Gemeinde anfahren. „Die Vernichtung dort ist katastrophal“, berichtete Rick Justus. „Wir fuhren mit dem vergangenen Hilfslaster eine Stunde an der nordöstlichen Küste Japans entlang und es war die gesamte Fahrt über nur Zerstörung zu sehen.

Freiwillige Helfer packen Hilfspakete zusammen, die in der Region um Sendai verteilt werden. Vielen Dank, dass Sie mit Ihrer Spende weitere Maßnahmen ermöglichen. Foto: Privat/Connie Justus

In einem Dorf nahe des Epizentrums haben 20.000 Einwohner fast all ihr Hab und Gut verloren. 10.000 der Bewohner gelten als vermisst und haben wahrscheinlich ihr Leben verloren. So wie viele andere Menschen hier in diesem Gebiet auch. Wir sind sehr dankbar für die Hilfe aus Deutschland.“

Liebe Freunde und Förderer von humedica, die Lage im Nordosten Japans ist aufgrund der Situation des Atomkraftwerkes Fukushima immer noch angespannt, so dass vorerst weiterhin abgewartet werden muss, ob ein medizinisches Team in das Katastrophengebiet entsendet werden kann.

Bitte helfen Sie uns aber mit Ihren Spenden dabei, lokale Gemeinden und Partner bei dem Erwerb und der Verteilung von lebensnotwendigen Hilfsgütern zu unterstützen. Dies können Sie mit einer Online-Spende tun oder mit einer Überweisung auf untenstehendes Konto. Vielen Dank!

      humedica e.V.
      Stichwort „Erdbeben Tsunami Japan
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Sicher, schnell und direkt ist auch die Möglichkeit der Unterstützung via sms: Textmitteilung mit Stichwort DOC an die 81190. Von den damit gespendeten 5,- Euro fließen 4,83 Euro direkt in die humedica-Projektarbeit.

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