„Vergessen werde ich die zwei Wochen im Einsatz nicht mehr“

von Valeska Fimberger, 25.08.2011

Matthias Gerloff bei der Behandlung eines Kindes im Flüchtlingslager Jijiga, Äthiopien. Foto: humedica/Judith Kühl

Wer sind die Menschen, die hinter humedica-Hilfsprojekten stecken? Die Einsätze von humedica stehen und fallen mit unseren ehrenamtlichen Helfern. Einer von ihnen ist Matthias Gerloff aus Ammerbuch. Er und etwa 300 andere ehrenamtliche Helfer pro Jahr ermöglichen es humedica, Menschen in Not zu helfen.

Ende Juli kam Matthias aus Äthiopien zurück, wo er zum ersten Mal mit humedica im Einsatz war. Zwei Wochen lang hatte der erfahrene Krankenpfleger unser medizinisches Nothilfeprojekt im Flüchtlingslager Dolo Ado unterstützt. Im humedica-Einsatz hat Matthias nicht nur praktische Hilfe geleistet, sondern auch etwas zurückbekommen: Eine „intensive Zeit des Lernens und Erlebens“, wie er selbst sagt.

Er kennt jetzt die komplexe Logistik rund um einen Hilfseinsatz, hat aber auch gelernt, dass man es mit schwierigen Bedingungen im Katastrophengebiet aufnehmen kann, wenn das Team zusammenhält. Gerade dieses Erleben von Gemeinschaft und Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Menschen ist es, die er in Erinnerung behalten wird.

Besonders beeindruckt war Matthias von der Leistung eines lokalen Mitarbeiters. Seit Jahren übersetzt Bashir für verschiedene Hilfsorganisationen in Äthiopien, unter anderem auch für humedica.

Dabei leistet er deutlich mehr als nur Worte von einer Sprache in eine andere zu übertragen. Er macht es möglich, dass Menschen ganz unterschiedlicher Kulturen einander verstehen, was laut Matthias Gerloff in der interkulturellen Behandlungssituation besonders wichtig ist.

Die Arbeit von Dolmetscher Bashir (im Hintergrund, dunkles Hemd) war für das Team von großer Bedeutung. Foto: humedica/Judith Kühl

Dabei hat es Bashir selbst nicht leicht gehabt: Der Übersetzer, der mehrere Sprachen spricht und erfolgreich zwischen Menschen und Kulturen vermittelt, ist im Flüchtlingslager groß geworden. Seine Eltern waren mit ihm Ende der 70er Jahre von Äthiopien nach Somalia geflohen.

Trotz seiner ereignisreichen Lebensgeschichte setzt er heute seine Fähigkeiten ein, um in Projekten wie dem humedica-Einsatz Menschen mit ähnlichem Schicksal zu helfen.

Bashir, Matthias Gerloff und allen anderen ehrenamtlichen Mitarbeitern gilt an dieser Stelle unser herzlichster Dank.

Bitte unterstützen Sie unsere vielfältigen Hilfsmaßnahmen am Horn von Afrika auch weiterhin mit einer gezielten Spende. Vielen Dank!

      humedica e.V.
      Stichwort „Hungerhilfe Afrika
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Sie können unsere Hilfsmaßnahmen am Horn von Afrika auch durch eine Online-Spende oder durch das Senden einer sms unterstützen: Stichwort DOC an die 8 11 90 und von den abgebuchten 5 Euro fließen 4,83 Euro unmittelbar in die humedica-Katastrophenhilfe.

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen.

Den Browser jetzt aktualisieren×