humedica-Team nun im Süden nahe Dolo - Arbeit in mehreren Flüchtlingscamps - zweites Team zur Unterstützung - 4,5 Millionen Menschen hungern in Äthiopien

von SRI, 20.07.2011

Die Situation am Horn von Afrika spitzt sich weiter zu. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen gab nun bekannt, dass mehr als 9 Millionen Menschen in fünf Ländern hungern, 4,5 Millionen alleine in Äthiopien, dem Einsatzland von humedica und Kindernothilfe e. V. (Duisburg). humedica wird bei seinen Bemühungen in Afrika unterstützt von Sternstunden e. V..

Prof. Dr. Bernd Domres, Präsident der Stiftung des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin (Tübingen), Robert Wunderlich (Tübingen), Judith Kühl (Lich/Dortmund), Dr. Irmgard Harms (Hindelang) und Matthias Gerloff (Ammerbuch) bilden das Ersteinsatzteam in Äthiopien. Foto: humedica

„Nirgendwo sehen wir Menschen essen“, berichtete humedica-Koordinatorin Judith Kühl über sehr wackelige Internetverbindungen in die Heimat. „Leider hält auch die Dürre weiter an, obwohl sich der Himmel hin und wieder zuzieht und alle auf Regen hoffen kommt der nicht.“

Nachdem das Ersteinsatzteam von humedica, in Kooperation mit der Kindernothilfe, zunächst in fünf Flüchtlingscamps in der Region Jijiga aktiv war, haben die fünf engagierten Helfer mittlerweile ihren Standort in den Süden rund um das Städtchen Dolo verlegt.

„Die Situation dort ist noch weitaus dramatischer“, erklärte Judith Kühl. „Uns wurde von bis zu 400.000 Flüchtlingen berichtet.“ Ähnlich wie Jijiga liegt auch das neue Ziel nahe der somalischen Grenze, unweit des Dreiländerecks mit Kenia.

Bereits am Freitag wird humedica aufgrund des dringenden Bedarfs ein zweites Ärzteteam nach Äthiopien schicken. Neben Koordinator Michael Reuhl (Hannover) und Medienkoordinatorin Daria Napieraj (Berlin) werden die Ärzte Dr. Heinrich Laube (Gießen), Dr. Walter Roepert (Aalen) und Krankenschwester Sabine Schalber (Hindelang) zu den Einsatzkräften gehören.

„Aufgrund des Ausmaßes dieser Hungerkatastrophe rechnen wir mit einem längerfristigen Engagement“, prognostizierte humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß. „Aufgrund unserer Erfahrung und unserer Infrastruktur in Äthiopien sind wir auch auf diese Situation sehr gut vorbereitet.“

Die Hilfe von humedica geschieht nicht nur in enger Zusammenarbeit mit der Kindernothilfe, sondern wird auch unterstützt von Sternstunden e. V., der Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks; am Donnerstag wird sich im Rahmen des „Sternstundentages für Ostafrika“ auf verschiedenen Kanälen des Senders alles um die Situation in dieser Region drehen.

humedica bittet die Bevölkerung in Deutschland dringend um konkrete Hilfe für die Menschen am Horn von Afrika in Form einer Online-Spende oder durch eine Überweisung auf das Konto:

      humedica e. V.
      Stichwort "Hungerhilfe Afrika"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Ebenso können Sie uns mit einer sms unterstützen: senden Sie das Stichwort DOC an die 8 11 90 und von den abgebuchten 5 Euro fließen 4,83 Euro unmittelbar in die humedica-Katastrophenhilfe. Vielen Dank!

In Jijiga arbeitete das humedica-Team während der ersten Einsatztage, die Region um Dolo ist der momentane Standort der Helfer und wird auch Ziel des nächsten Einsatztrupps sein. Kartographie: Lars Mohri für mohri-maps.de

Hinweis für Medienvertreter: Wir bieten interessierten Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, unser medizinisches Hilfsteam in Äthiopien bei ihrer Arbeit zu begleiten. Zudem stehen die Einsatzkräfte bei Interesse für Telefon- und Live-Interviews zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich bei Interesse über folgende Kontaktdaten an humedica-Pressesprecher Steffen Richter.

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