humedica-Schlagzeilen

Juli 2011

von Ruth Bücker, 12.07.2011

+++ Hungerhilfe Afrika +++ Verstärkung in der humedica-Zentrale +++ Es geht rund im Lager +++ Für mehr Pflegekräfte im Katastropheneinsatz +++ Die eigenen Hoffnungen übertroffen +++

Hungerhilfe Afrika

Nach wochenlanger Beobachtung der sich dramatisch zuspitzenden Lage am Horn von Afrika, ist am Dienstagmittag ein erstes medizinisches Team von humedica in das Notstandsgebiet aufgebrochen. Ab Mittwoch werden die Einsatzkräfte in zwei verschiedenen Flüchtlingslagern im Nordosten Äthiopiens notbedürftige Menschen behandeln.

Menschen aus Somalia flüchten in die Nachbarländer Äthiopien und Kenia. Viele von ihnen sterben bereits auf dem Weg in ein rettendes Flüchtlingslager. Foto: reuters/Feisal Omar

Bitte unterstützen Sie uns bei diesem Einsatz an Horn von Afrika. Für weitere Informationen über die verheerende Hungerkatastrophe im Osten Afrikas und damit Sie sich ein Bild von der Dringlichkeit unserer gemeinsamen Hilfe machen können, haben wir ein paar Links für Sie zusammengestellt.

Zeit online: Hungersnot in Ostafrika
stern.de: Emuria, Ekal und der Hunger
focus online: Afrika: Somalische Kinder verhungern in Flüchtlingslager

Gießener Allgemeine: Ex-Licherin reist zum Hilfseinsatz ans Horn von Afrika
Hamburger Abendblatt:Horn von Afrika - Dramatische Not in Somalia: Dürre lässt Millionen hungern

Verstärkung in der humedica-Zentrale

Seit Anfang Juli besetzt Matthias Leibbrand den Posten des Sachgebietsleiters für Not- und Katastrophenhilfe in der humedica-Zentrale. Der aus dem Schwarzwald stammende 43-Jährige verlegte seinen Lebensmittelpunkt in das Allgäu, um von hier aus Nächstenliebe in Aktion zu leben.

Zuvor lebte der vierfache Vater mit seinen Töchtern und seiner Frau in Jemen und betrieb dort verschiedene Hilfsprojekte. Darunter fiel die Betreuung des Baus von 70 Schulen und Maßnahmen zur Besserstellung von Frauen.

Lieber Matthias, vielen Dank für Dein Engagement und wir freuen uns sehr, dass du uns bereits nach Deiner sehr kurzen Einarbeitungszeit bei der Hungersnot am Horn von Afrika so tatkräftig unterstützt und das Projekt planst und leitest. Wir wünschen Dir für Deinen Weg im Allgäu Gottes Segen und alles Liebe.

Es geht rund im Lager

Nachdem zu versendende Ware in der humedica-Zentrale angekommen ist, wird sie je nach Zielland und Transportweg in einzelne Kartons gepackt, welche dann gesammelt auf einer Palette gestapelt und für den Transport mit Schutzfolie umwickelt werden.

humedica-Mitarbeiter Hermann Schäffler und Ludwig Weileder bei der Übergabe des Palettenwicklers. Foto: humedica/Joachim Panhans

Das Umwickeln der Kartons lief bisher - zugegebenermaßen - eher mittelalterlich ab, nämlich manuell. Dank der Firma Ludwig Weileder Verpackungsfolien ist es nun möglich, die Paletten maschinell zu umwickeln. Den im guten Zustand befindlichen Palettenwickler im Wert von mehr als 1000 Euro spendete die Firma an humedica.

Insbesondere für die Weihnachtspäckchenaktion Geschenk mit Herz ist dies eine enorme Erleichterung. Im vergangenen Jahr verließen knapp 50.000 mit Herz und Liebe gepackte Präsente das humedica-Lager - manuell auf Paletten verpackt. In diesem Jahr wird dies einfacher und schneller zu bewältigen sein, wofür das humedica-Team Ludwig Weileder Verpackungsfolien herzlich dankt.

Für mehr Pflegekräfte im Katastropheneinsatz

Als humedica vor 32 Jahren gegründet wurde, spielten sich die Aktivitäten zunächst eher am Rande ab. Hauptamtlich arbeitete der heutige humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß damals als Pflegekraft, wobei eine Nachtschicht die nächste jagte, da der 23-Jährige gemeinsam mit seinem Bruder Dieter tagsüber möglichst viel Zeit für die anlaufenden Hilfsmaßnahmen zur Verfügung haben wollte.

Dieser Umstand seines erlernten Berufs und die ehrenamtlichen humedica-Einsatzkräfte mit Pflegeberufen, zogen den Vorsitzenden vor Kurzem nach Berlin, wo er an dem 3. Experten Workshop „Disaster Nursing“ teilnahm. Der Workshop wird von dem Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen angeboten.

Ziel dieser Treffen und von einer von dem eben genannten Institut ausgehenden Studie ist es, die Anzahl der Krankenschwestern und -pfleger bei Hilfsorganisationen zu erfassen und deren Ausbildung für Katastrophenmedizin zu optimieren. humedica-Vorstand Groß war begeistert von der Veranstaltung:

Pflegekräfte sind auch in unseren Einsätzen von immenser Bedeutung und ohne sie könnten wir sehr viel weniger erreichen. Unsere Einsatzkräfte - und in diesem Rahmen auch die Pflegekräfte - sind unser Potenzial und nur dank ihnen können wir die Hilfe leisten.“

Die eigenen Hoffnungen übertroffen

Erst vor wenigen Tagen erschütterte ein erneutes starkes Erdbeben Japan. Eine zunächst ausgerufene Tsunami-Warnung konnte allerdings nach wenigen Stunden wieder zurückgezogen und entkräftet werden, so dass die japanische Bevölkerung vor einer Katastrophe wie im März dieses Jahres glücklicherweise verschont blieb.

"1 Euro für Japan, 1 Zahnbürste für Sie" - Frau Immlers Idee brachte 3.900 Euro ein, die in die humedica-Arbeit in Japan flossen. Foto: humedica

Das verheerende Erdbeben, ein darauf folgender Tsunami und die Schwierigkeiten in dem Atomkraftwerk Fukushima sorgten in Deutschland für große Anteilnahme und Hilfsbereitschaft. So auch bei der Apothekerin Heike Immler aus Füssen, die Handlungsbedarf sah und eine besondere Aktion startete.

Im Vorfeld der Frauenfußball-Weltmeisterschaft verkauften Frau Immler und die Mitarbeiter der St. Mang Apotheke in Füssen, der Kurapotheke in Schwangau und der Geiselstein Apotheke in Trauchgau spezielle Zahnbürsten. Ihr selbst gestecktes Ziel von 3.000 Euro Erlös übertraf Frau Immler um 900 Euro und spendete insgesamt 3.900 Euro an humedica. Vielen Dank!

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