humedica-Schlagzeilen

Februar 2011

von Ruth Bücker, 08.02.2011

+++Sauerstoff ist lebenswichtig - die Messung auch+++Drei Jahrzehnte der Unterstützung+++Theorie und Praxis bei humedica+++Für das Lager, aber nicht zum Lagern+++

Sauerstoff ist lebenswichtig - die Messung auch

Dr. Markus Hohlweck war bereits in sieben Einsätzen mit humedica, unter anderem in Benin. Foto: humedica/Judith Kühl

Ein gesunder Erwachsener atmet in einer Minute etwa zwölf Mal ein und aus. Bei gesunden Neugeborenen beträgt die Atemfrequenz, die zur ausreichenden Versorgung des Körpers und aller Organe mit Sauerstoff benötigt wird, 40 bis 50 Mal pro Minute.

Wird der Körper dagegen mit zu wenig Sauerstoff versorgt, kann dies zur Schwächung des Immunsystems führen und schlimmstenfalls dauerhafte Organ- und Gehirnschäden zur Folge haben. Um einen möglicherweise zu niedrigen Sauerstoffgehalt im Blut messen zu können, ist eine Blutprobe oder die Messung mit Hilfe des so genannten Pulsoxymeters von Nöten. Beide Messmethoden sind in entwicklungsschwachen Ländern meist nicht vorhanden.

In dem von humedica unterstützten Krankenhaus in Indien und in der Klinik in Niger konnte humedica dank der großzügigen Spende von Dr. Markus Hohlweck diesem Problem entgegenwirken. Im vergangenen Jahr spendete der Bonner Arzt, der bereits mehrfach mit humedica in Einsätzen tätig war, sechs solcher Test- und Kontrollgeräte.

Das ebenfalls gespendete Zusatzmaterial macht es den Mitarbeitern der beiden genannten Krankenstationen auf einfache Weise möglich, ohne Blutabnahme und ausschließlich durch das äußerliche Anbringen eines Clips, sowohl bei erwachsenen Patienten als auch bei Neugeborenen diese Untersuchung vornehmen zu können. Vielen Dank, lieber Markus Hohlweck.

Drei Jahrzehnte der Unterstützung

Als humedica noch in den Kinderschuhen steckte und Wolfgang Groß (Bild) gemeinsam mit seinem Bruder alles alleine machte, stand Altoberbürgermeister Rudolf Krause bereits hinter ihnen. Foto: humedica

Kaufbeurens Altoberbürgermeister Rudolf Krause war unser erster Unterstützer. Er bestärkte meinen Bruder und mich in unserer Idee zu helfen und der Gründung von humedica vom ersten Tag an.“ humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß denkt auch heute noch mit großer Dankbarkeit an diese anfängliche Unterstützung zurück.

31 Jahre sind seit dem ersten Zusammentreffen mit dem damaligen Oberbürgermeister Rudolf Krause vergangen. Gute drei Jahrzehnte, in denen sich humedica weiterentwickelte und in mehr als 90 Ländern, notbedürftigen Menschen Hilfe zu Gute kommen lassen konnte. Drei Jahrzehnte, in denen sich Vieles geändert hat, die Unterstützung von Herrn Krause aber gleichbleibend blieb.

Anlässlich der Feier zu seinem 80. Geburtstag bewies Herr Altoberbürgermeister Rudolf Krause erneut seine Verbundenheit zu humedica und rief zur Unterstützung der weltweiten Hilfsmaßnahmen auf. Anstelle von Geschenken bat er die geladenen Gäste um gezielte Spenden für humedica.

Der Empfang wird am 11. Februar 2011, im Rathaus stattfinden. Wir danken Herrn Krause für seine Unterstützung in der Anfangszeit und den darauf folgenden 31 Jahren, und wünschen ihm zu seinem Ehrentag und für die Zukunft weiterhin alles erdenklich Gute und Gottes Segen. Vielen Dank, lieber Herr Krause.

Theorie und Praxis bei humedica

Eine gute Logisitk ist unverzichtbar - dieser Meinung sind auch die Studenten der Universität Münster und gleichen nun Theorie und Praxis ab. Foto: humedica/Ruth Bücker

Tausende von Tonnen an Medikamenten, medizinischen Utensilien, Einrichtungsgegenständen für Krankenhäuser, Spielzeug und vielem anderen hat humedica während seiner mehr als drei Jahrzehnte andauernden Existenz bereits in die verschiedenen Projektländer transportiert. Um die Medikamente und Materialien an ihr Ziel zu bringen, ist ein enormer logistischer Aufwand von Nöten.

Studenten der Wirtschaftsinformatik und Logistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster nahmen sich diesem Bereich der internationalen humanitären Logistik an, erstellten ein theoretisches Aufgabenreferenzmodell und besuchten humedica, um ihr theoretisch erarbeitetes Wissen mit der Praxis abzugleichen.

Die fünf Studenten um Diplom-Logistiker und Teamleiter Daniel Link, waren zwei Tage zu Gast in Kaufbeuren um die Arbeit von humedica kennenzulernen, sie mit der Theorie zu vergleichen und schließlich Optimierungsvorschläge geben zu können. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse dieses Abgleichs zwischen Theorie und Praxis und danken den Studenten und dem Leiter des Lehrstuhls für ihr Interesse und Engagement.

Für das Lager, aber nicht zum Lagern

humedica-Mitarbeiter Hermann Schäffler freut sich über den gespendeten Elektrohochhubwagen. Foto: humedica/Joachim Panhans

Ebenfalls eine Bereicherung für den Bereich der Logistik stellt eine kürzlich getätigte Sachspende der Firma GRUMA Nutzfahrzeuge GmbH dar. Um den humedica-Mitarbeitern im Lager ihre Arbeit zu erleichtern, spendete das in Friedberg ansässige Unternehmen zum wiederholten Male einen so genannten Elektrohochhubwagen.

Mit dem elektrischen Hubwagen können schwerere Paletten aufgenommen und transportiert werden als bisher möglich. Außerdem bedeutet die Nutzung eines solchen Gefährts weniger Kraftanstrengung und eine bedeutend höhere Nutzlast. Des Weiteren können Kisten und Paletten aus deckenhohen Lagerfächern nun leichter heruntergeholt werden.

Wir danken der Firma GRUMA Nutzfahrzeuge GmbH für diese Spende in Höhe von gut 4.000 Euro.

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