Reges Interesse für die humanitäre Arbeit

von Patrick Khamadi, Sven Ramones, 15.11.2011

Am 28. und 29. Oktober 2011 fand der „13. Humanitäre Kongress - Theorie und Praxis der humanitären Hilfe“ in Berlin statt. In den Räumlichkeiten der Charité-Universitätsmedizin besuchten über 350 Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen die Veranstaltung.

Neben Mitgliedern humanitärer Organisationen, Studenten, Medizinern, Hochschulpersonal und der Bürgerschaft, nahmen auch internationale Teams aus Nord- und Südamerika, Europa, Asien und Afrika teil.

Auch humedica war mit einem Infostand auf dem Kongress vertreten. Repräsentiert durch die Mitarbeiter Susanne Merkel, Ursula Miller, Maren Kuchler, Klaus Haas und Patrick Khamadi, stand humedica den zahlreichen Interessierten für Fragen und Auskunft zur Verfügung.

Reges Interesse an der humanitären Arbeit fand sich auch am Stand von humedica. Foto: humedica

Aus dem Thema des Kongresses, „Ideale, Realität und Kompromiss - Werden wir humanitären Bedürfnissen gerecht?“ entwickelten sich in den vielen verschiedenen Veranstaltungen angeregte Diskussionen.

Die Eröffnungsansprache gab die Richtung des Treffens vor. Aus ihr ging eine Analyse der Bedeutung globaler, sozialer und wirtschaftlicher Wirklichkeiten hervor, und wie sich daraus konfliktbezogene humanitäre Probleme entwickeln können.

Der Hauptredner Dr. David McCoy vom Royal College of Physicians aus Großbritannien betonte, wie wichtig eine integriertere Herangehensweise an humanitäre Probleme, unabhängig vom jeweiligen Kontext sei.

Er forderte insbesondere humanitäre Organisationen dazu auf, über die Erste Hilfe als Reaktion auf Not- und Katastrophensituationen hinauszugehen und stattdessen in mittel- bis langfristigen Perspektiven der Hilfe zu denken und zu planen.

Zu den Hauptpunkten, die McCoy ansprach, gehörten das häufig vergessene Streben nach Gerechtigkeit für die betroffenen Menschen und der Bedarf einer besseren Kooperation unter den humanitären Hilfsorganisationen.

McCoy erinnerte die Teilnehmer daran, wie notwendig es ist, den moralischen Diskurs bei jeder humanitären Hilfsleistung aufrecht zu erhalten.

In offenen Diskussionen durch die Seminare hindurch war man sich im Grunde einig, dass es noch viel Verbesserungsbedarf gibt, bezüglich der Lage der humanitären Situation im Allgemeinen.

Die breite Auswahl an Themen des Treffens trug entscheidend dazu bei, dass auch beim diesjährigen Kongress eine sehr zielstrebige und angeregte Atmosphäre herrschte.

So bot sich den Teilnehmern die Möglichkeit, im Einzelnen einige der Grundsätze, Programme und Funktionsweisen zu erkunden, mit denen sich der humanitäre Bereich in seinen verschiedenen Sektoren auseinandersetzt.

Durch alle Veranstaltungen hindurch standen die Redner den Teilnehmern für ihre Fragen zu den verschiedenen Schlüsselbereichen zur Verfügung.

Dazu gehörten etwa die Bedeutung medizinischer Versorgung, die Rolle der Regierung bei der Finanzierung humanitärer Hilfsleistungen, Sicherheitsangelegenheiten und die Rolle des internationalen Militärs in der humanitären Hilfe, sowie ein Rückblick auf das Jahr 2010 mit dem Erdbeben in Haiti und der Flut in Pakistan.

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