CHOLERA HAITI: Situation entspannt sich langsam - in ländlichen Gebieten noch immer hohe Sterblichkeitsrate

von Valeska Fimberger, 30.08.2011

humedica zeichnet sich aus durch die Effizienz und Schnelligkeit seiner Hilfseinsätze - innerhalb von nur 48 Stunden können unsere medizinischen Teams im Katastrophengebiet mit ihrer Arbeit beginnen. Doch auch auf nachhaltige Entwicklung legt humedica Wert.

So zum Beispiel in Haiti, wo sich humedica seit dem verheerenden Erdbeben im Januar 2010 in zahlreichen langfristigen Projekten für Gesundheit und Rehabilitation der Bevölkerung einsetzt.

An Cholera erkrankten Menschen geht es nach speziellen Infusionen in aller Regel sehr schnell wieder relativ gut. Problem ist der Flüssigkeitsmangel, der bei einer Behandlung sofort behoben wird. Foto: humedica

Klaus Ruhrmann aus Rheda Wiedenbrück ist Pflegekraft und vorübergehender Koordinator des humedica-Choleraprojekts in Drouin, einem Dorf in der nördlichen Region Artibonite. Unser Team unterstützt dort das Cholera Treatment Center der staatlichen Klinik und bekämpft die seit Oktober 2010 andauernde Choleraepidemie mit Behandlung und Prävention.

In seinem mittlerweile fünften humedica-Einsatz auf Haiti kann uns Klaus Ruhrmann endlich gute Neuigkeiten überbringen: „Die Situation im Choleraeinsatz hat sich leicht entspannt.“

Das vermittelt uns nicht nur die persönliche Erfahrung von Klaus Ruhrmann, sondern wird auch von den offiziellen Zahlen bestätigt. Laut des „Humanitarian Bulletin“ von OCHA Haiti ist seit einem Monat ein stetiger Rückgang der Cholerafälle zu verzeichnen. Das haitianische Gesundheitsministerium verzeichnete im Juli 2011 nur 40.873 neue Fälle, etwa 13.000 weniger als noch im Vormonat.

Auch die nachhaltigen Maßnahmen von humedica entspannen die Lage: humedica hat einheimische Fachkräfte ausgebildet und damit langfristig sicher gestellt, dass sie gegen die Choleraepidemie gewappnet sind. Als „Gesundheitsagenten“ leisten sie Präventivarbeit, sensibilisieren ihre Mitmenschen und verteilen Hygieneartikel.

Auch die Zusammenarbeit mit Partnern, unter anderem dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP), zahlt sich aus: Für ausreichend Nahrungs- und Hygienemittel für Patienten und lokale Mitarbeiter ist langfristig gesorgt.

Dank einer großzügigen Spende von BILD hilft e. V. - Ein Herz für Kinder konnte humedica sich einen dringend benötigten Geländewagen anschaffen: Eine sogenannte mobile Klinik, mit der alle Patienten im unwegsamen Gelände der Region erreicht und in Notfällen in ein Krankenhaus gebracht werden können.

Trotzdem ist die Gefahr nicht gebannt: Gerade in ländlichen Gegenden wie der des humedica-Choleraprojekts, wo der Bevölkerung nur wenige sanitäre Anlagen und Gesundheitsstationen zur Verfügung stehen, ist laut OCHA Bulletin die Sterblichkeitsrate sehr hoch.

Wirklich unter Kontrolle ist die heimtückische Cholera aber noch nicht: Die Zahl der Infizierten kann jeden Moment wieder zunehmen. Bitte stehen Sie auch weiterhin mit gezielten Spenden zugunsten der Cholerahilfe an unserer Seite. Vielen Dank.

      humedica e.V.
      Stichwort "Erdbeben Haiti"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Sicher, schnell und einfach ist auch die Möglichkeit der Unterstützung durch das Senden einer sms: Textmitteilung mit Stichwort DOC an die 8 11 90. Von den damit gespendeten 5,- Euro fließen 4,83 direkt in die humedica-Katastrophenhilfe. Gerne können Sie uns auch über unser Online-Formular mit einer Spende unterstützen. Vielen Dank!

Klaus Ruhrmann (65, Rheda-Wiedenbrück) ist erfahrener Fachkrankenpfleger, der in wenigen Tagen einen mehrwöchigen Einsatz in Haiti beendet. In Drouin hat er die vielfältigen Hilfsmaßnahmen gegen die Cholera koordiniert. Foto: humedica

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen.

Den Browser jetzt aktualisieren×