Baldige Eröffnung der Prothesen- und Orthesenwerkstatt

von Verena Göttlich, Ruth Bücker, 10.09.2011

Wenige Wochen vor der am 22. September 2011 stattfindenden Eröffnungsfeier der Prothesen- und Orthesenwerkstatt in Port-au-Prince, ermöglichte eine Spende den Kauf letzter Maschinen, welche bereits in die Werkstatt etabliert wurden. Mit der offiziellen Eröffnungsfeier startet das humedica-Projekt in Kürze.

Die Räume sind restauriert und vollständig eingerichtet. Die baldige Eröffnungsfeier zeigt den offiziellen Beginn an. Foto: humedica

Seit dem 15. Januar 2010 war humedica mit medizinischen Teams an verschiedenen Orten in Haiti tätig. Die medizinische Erstversorgung umfasste insbesondere die Behandlung von multiplen Trümmerfrakturen, Quetschungsverletzungen und in vielen Fällen mussten Gliedmaßen durch die humedica-Ärzte amputiert werden. Ein Großteil dieser Patienten erhält seit Anfang März 2010 zusätzlich intensive physiotherapeutische Behandlungen.

Um insbesondere behinderte Menschen in Haiti zu unterstützen, etablierte humedica in den vergangenen Monaten eine Prothesen- und Orthesenwerkstatt in Port-au-Prince zur Herstellung und Reparatur eben solcher Gerätschaften.

Das Konzept beinhaltet zwei Einheiten. Eine fest installierte Einheit zur Anfertigung und Reparatur von Orthesen und Prothesen im "Krankenhaus der Hoffnung" (Hôpital Espoir). Zusätzlich wurde eine mobile Einheit angeschafft. Mit dieser "Werkstatt auf Rädern" können Menschen in abgelegenen Regionen gezielt besucht und versorgt werden

Zusätzlich stellt humedica in Kooperation mit der Don Bosco Universität in El Salvador sowie in Zusammenarbeit mit dem Haitianischen Gesundheitsministerium und USAID sicher, dass diese Fachkräfte eine zertifizierte Ausbildung erhalten und am Ende ihres Studiums eine reelle Zukunftschance in ihrem Land erhalten.

Eine kürzlich eingegangene Spende ermöglichte nun den Erwerb letzter benötigter Maschinen zur Fertigstellung der Werkstatt. Für die eingegangenen 4.330 Euro des Fördervereins Rettungsdienst Rhein-Pfalz-Kreis e. V. konnten ein sogenanntes Vakuum System und eine Ständerbohrmaschine angeschafft werden.

Mit einem Vakuum System wird das verwendete Thermomaterial und eine optimale Gießform für die Prothesen und Orthesenproduktion hergestellt.

Mit einer Ständerbohrmaschine lassen sich, wie mit einer normalen Bohrmaschine auch, zahlreiche Stoffe bearbeiten, beispielsweise Holz, Metall oder Plastik. Hierfür sind lediglich die entsprechenden Bohrer für Holz oder Metall erforderlich. Eine solche Ständerbohrmaschine ist ideal für die Herstellung von Prothesen und Orthesen und ist - ebenso wie das Vakuum System - bereits in unserer Werkstatt installiert.

Dass die Räumlichkeiten, welche an das „Krankenhaus der Hoffnung“ angebunden sind, komplett restauriert und mit allen notwendigen Maschinen, Materialien und Gerätschaften eingerichtet werden konnten, verdanken wir Ihnen, liebe Freunde und Förderer. Dank Ihrer Spenden bedeutet dieses großartige Projekt für zahlreiche Menschen in Haiti eine bessere Zukunftsperspektive. Vielen Dank!

Seit Anfang März 2010 erhielten Menschen mit amputierten Gliedmaßen bereits physiotherapeutische Unterstützung. In Kürze öffnet auch die Prothesen- und Orthesenwerkstatt ihre Türen. Foto: humedica/Thomas Grabka

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