„Es ist schlimm - einfach schlimm.“

von Ruth Bücker, 21.12.2011

Die Menschen, die wir heute in der Stadt Iligan gesehen haben, tragen immer noch die Kleidung am Leib, in der sie am vergangenen Wochenende von dem Wirbelsturm Washi überrascht wurden. Und das ist in den meisten Fällen sogar das Einzige, was sie überhaupt noch besitzen.“

Die Bewohner von Iligan versuchen, aus den Trümmern noch etwas ihres Guts zu retten. Foto: humedica/Peter Pilz

Peter Pilz, humedica-Koordinator auf den Philippinen und aktuell im Katastrophengebiet auf Mindanao tätig, berichtet erschöpft von seinem Tag in Iligan, einer der am stärksten betroffenen Städte im Nordwesten der heimgesuchten Insel. Allein in Iligan und Cagayan de Oro mussten nach dem verheerenden Wirbelsturm Washi mehr als 50.000 Menschen evakuiert werden.

Was die Orkanwinde anrichteten, ließe sich kaum in Worte fassen, berichtet der Münchner weiter. „Nachdem der Taifun gewütet hatte, folgten zwei Flutwellen und was der Sturm nicht vernichtet hatte, rissen die bis zu 15 Meter hohen Wassermassen mit sich. Der Fluss konnte die Niederschläge nicht mehr fassen, nahm Schwung auf und es bildeten sich die Wellen.“ Innerhalb weniger Minuten hätten die Wassermassen alles geflutet und ruiniert, ist Peter Pilz bestürzt.

Aufgrund des dringenden Bedarfs entsendet humedica noch vor Weihnachten ein Ärzteteam, das aus dem erfahrenen Mediziner Prof. Dr. Heiner Laube (Gießen), Krankenpfleger und Rettungsassistent Philipp Nowack (Hamburg) und Koordinatorin Margret Müller (Berlin) besteht und voraussichtlich am morgigen Donnerstag starten wird.

Medikamente für erste 3.000 Patienten hat das Team im Gepäck. Infektionen der Atemwege und Augen, entzündete Wunden und fiebrige Erkältungen werden das Behandlungsbild der deutschen Mediziner prägen, welches zunächst nicht schlimm erscheinen mag, aber ohne medizinische Betreuung schlimme Folgen nach sich ziehen kann. Über den Erwerb weiterer Hilfsgüter wird am ort entschieden.

Wir möchten Sie bitten, uns bei diesen Bemühungen zu unterstützen. Obdachlos, ohne ausreichend Nahrung und sauberem Trinkwasser, mit körperlichen Beschwerden und der Hoffnung auf Hilfe als einzigem Ausweg, sind die Menschen auf den Philippinen auf uns angewiesen.

Flutwellen aus Schlamm und Wasser überrollten alles, was sich an dem Flussufer befand. Foto: humedica/Peter Pilz

Bitte helfen Sie uns nicht nur, weil Weihnachten ist. Aber sehen Sie es als zusätzlichen Grund, gemeinsam mit uns Nächstenliebe zu leben. Vielen Dank!

      humedica e. V.
      Stichwort „Fluthilfe Philippinen
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Bitte unterstützen Sie uns auch mit einer Spende über unser Online-Formular oder mit dem Senden einer sms: Textmitteilung mit Stichwort DOC an die 8 11 90. Von den damit gespendeten 5,- Euro fließen 4,83 direkt in die humedica-Katastrophenhilfe.

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen.

Den Browser jetzt aktualisieren×