Ein Lächeln sagt mehr als Worte

von Peter Pilz, Ruth Bücker, 09.12.2011

Anfang Oktober suchten zwei schwere Wirbelstürme die Philippinen heim und verursachten schwerste Zerstörungen und Verwüstungen weiter Landstriche. Insbesondere der zentrale und nördliche Teil der Hauptinsel Luzon war von den Schäden betroffen. Immer noch anhaltende, starke Regenfälle lassen die Bevölkerung der asiatischen Inselgruppe nicht zur Ruhe kommen.

Vor zwei Monaten suchten die zwei heftigsten aus einer Reihe von Wirbelstürmen die Bevölkerung der Philippinen heim. Foto: humedica/Margret Müller

Durch die Wassermassen und Erdrutsche oft von der Außenwelt abgeschnitten, sind die Menschen auf Hilfe angewiesen. humedica entsandte das mittlerweile vierte Team mit ehrenamtlichen Helfern, die den Mangel an medizinischer Versorgung ausgleichen können.

Gemeinsam mit der langjährigen Partnerorganisation Operation Blessing Philippinen sind die Mediziner von humedica täglich mit mobilen Kliniken unterwegs, um in verschiedenen betroffenen Regionen Kinder, Frauen und Männer zu behandeln, die aufgrund der ständigen Feuchtigkeit und schlechter hygienischer Bedingungen mit den Folgen der Naturkatastrophe zu kämpfen haben.

Nach wenigen Tagen der Vorbereitung in der philippinischen Hauptstadt Manila, haben wir uns auf den Weg nach Norden in die Ortschaft Bulacan gemacht, um dort die kleineren Provinzen mit medizinischer Grundversorgung abzudecken“, berichtet humedica-Koordinator Peter Pilz.

„Nach knapp drei Stunden Autofahrt erreichten wir unser Ziel und errichteten in einer Schule unseren Behandlungsplatz. 49 Kinder und 28 Erwachsene konnten die humedica-Einsatzkräfte Dr. Johann Neumeier und Medizinstudentin Alexa Bareis bereits am ersten Nachmittag untersuchen und behandeln.

Krankheitsbilder, die es zu behandeln galt, waren einerseits für Einsätze nach Überschwemmungen typische Infektionen von Wunden und der Augen, Blasen- oder Mandelentzündungen und Erkrankungen der Atemwege. Andererseits basismedizinische Behandlungen von Bluthochdruck, Diabetes, Kopf- und Rückenschmerzen oder Probleme mit dem Rücken.

Dr. Johann Neumeier und Medizinstudentin Alexa Bareis arbeiten ehrenamtlich auf den Philippinen und leben Nächstenliebe in Aktion. Foto: humedica/Peter Pilz

Den lächelnden Patienten war die Dankbarkeit auch ohne viele Worte anzusehen,“ freut sich der humedica-Koordinator. „Das ermutigte ungemein und es gibt immer wieder neuen Auftrieb und Motivation für die Arbeit.“

Der Ablauf der Untersuchungen in provisorisch genutzten Behandlungsräumen ist stets der gleiche. Gut strukturiert und von lokalen ehrenamtlichen Helfern unterstützt, werden die meist schon wartenden Patienten zunächst registriert.

Die Personalien werden durch die Feststellung von Gewicht und Blutdruckwerten ergänzt und die Patienten werden um Geduld und in die Warteschlange gebeten, bis ein zuständiger Arzt gemeinsam mit einem Dolmetscher die einzelnen Patienten nach deren Befinden befragt.

Ärztlich untersucht und behandelt, bekommen die kleinen und großen Patienten schließlich ein Rezept für notwendige Medikamente verschrieben, mit dem sie sich zu der vorab von humedica errichteten Ausgabestelle für die benötigte Medizin begeben.

Die Örtlichkeiten zur Untersuchung und Versorgung stellen dabei, je nach Provinz und Vorhandensein, örtliche Schulen, Kindergärten oder auch kleine Kirchen dar. Dies verlangt ein hohes Maß an Flexibilität sowohl bei Patienten als auch bei unserem Personal, welches aber stets hingenommen wird.

Die hohe Luftfeuchtigkeit und extrem heiße Sonnenstunden, begleitet von schweren Gewittern am Abend und Überschwemmungen in der Nacht, die mit Flutwellen der angrenzenden Gewässer einhergehen, machen uns die Arbeit nicht leichter“, beschreibt Peter Pilz die Situation weitergehend.

Ein Lächeln ermutigt und gibt immer wieder neuen Auftrieb und Motivation für die Arbeit der humedica-Einsatzkräfte. Foto: humedica/Margret Müller

Trotzdem beklage sich niemand, denn die Helfer aus Deutschland sind angereist, um zu helfen. Ganz gleich, unter welchen Umständen. Und Hilfe wird dieses vierte humedica-Team an etwa 800 Mädchen und Jungen, sowie mehr als 900 Erwachsenen geleistet haben können.

Bitte lassen Sie uns weiterhin gemeinsam an der Seite der Betroffenen auf den Philippinen stehen, um ihnen aus ihrer Not zu helfen und das anhaltende Leid zu lindern. Vielen Dank!

      humedica e.V.
      Stichwort „Fluthilfe Asien
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Sicher, schnell und einfach ist auch die Möglichkeit der Unterstützung durch das Senden einer sms: Textmitteilung mit Stichwort DOC an die 8 11 90. Von den damit gespendeten 5,- Euro fließen 4,83 direkt in die humedica-Katastrophenhilfe.

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