„Wir helfen Afrika“: Deutschlandweite Benefizaktion feiert erfolgreichen Abschluss im Kaufbeurer Rathaus

von Sven Ramones, 05.10.2010

Mit einer feierlichen Veranstaltung in den ehrwürdigen Räumlichkeiten des alten Rathauses in Kaufbeuren, wurde die Benefizaktion „Kaufbeurer helfen Afrika“ offiziell zum Abschluss gebracht. Unter den zahlreichen Gästen befand sich auch humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß, der für humedica-Projekte in Benin einen Spendenscheck entgegen nahm.

Bereits seit Oktober 2009 stand „Wir helfen Afrika“ für 32 deutsche Stadtinitiativen, die sich dafür engagierten mindestens 32 bedürftigen Kindern in afrikanischen Ländern eine kostenfreie Operation zu ermöglichen. Dazu wurden Sportbegeisterung und Hilfsbereitschaft miteinander verbunden. Jede der beteiligten deutschen Städte wurde verknüpft mit einem der 32 Nationalteams der Fußball Weltmeisterschaft 2010. Darüber hinaus fungierte für jede Stadt eine prominente Persönlichkeit aus Sport, Kultur und Politik als Pate.

Unter dem Motto „Wir helfen Afrika“ organisierten die teilnehmenden Städte vielfältige Aktionen, um Spenden zu sammeln für die gesetzten Ziele des Projekts. Die verstärkte Medienpräsenz von „Wir helfen Afrika“ sollte außerdem dazu genutzt werden, auf die zahlreichen Initiativen und Hilfsprojekte aufmerksam zu machen, die sich von fast allen 32 Städten aus – meist nur im Stillen – in Afrika engagieren.

Großes Engagement für Afrika: (von links) Stadtkoordinator Rudolf Schnippe und Oberbürgermeister Stefan Bosse. Foto: humedica/Ruth Bücker

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Stefan Bosse, Oberbürgermeister der Stadt Kaufbeuren und seines Zeichens Schirmherr der Aktion, die geladenen Gäste, Initiatoren, Paten, Vertreter von Politik, Presse und der Spender, sowie die Vertreter der Hilfsorganisation Mercy Ships und Wolfgang Groß von humedica. Als Ehrengast nahm Prof. Dr. Delphin Mehinto von der Uniklinik Cotonou in Benin an der Abschlussveranstaltung teil.

In seinem Resümee zu der Aktion verwies anschließend der zuständige Koordinator des Stadtprojekts Kaufbeuren, Rudolf Schnippe, auf die überwältigende Gesamtspendensumme von 900.000 Euro, die als Erlös der einzelnen Initiativen aller 32 deutschen Städte zusammengetragen werden konnte. Der Betrag kam Bedürftigen in afrikanischen Ländern zugute, die sich ansonsten operative Behandlungen nicht leisten könnten.

In kurzen informativen Vorträgen gaben Mercy Ships Geschäftsführer Udo Kronester und in Vertretung von Prof. Dr. Heinrich Stiegler, Dr. Ernst Horling vom Klinikum Ostallgäu-Kaufbeuren, einen Überblick über die Arbeit, die durch die Spendenunterstützung möglich wurde.

Nahmen dankbar Spenden für ihre Projekte in Afrika entgegen: (von links) Mercy Ships-Geschäftsführer Udo Kronester, humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß, Leiterin der Mercy Ships-PR-Abteilung Doris Rypke, Prof. Dr. Delphin Mehinto. Foto: humedica/Ruth Bücker

In Benin erreichte die Hilfe 60 Dialysepatienten, denen in so genannten Shunt-Operationen eine wichtige Katheterverbindung gelegt werden konnte. Für 11 weitere Patienten ermöglichten Augen-, Tumor-, sowie Lippen- und Gaumenspaltenoperationen eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität.

In seiner Dankesrede an alle beteiligten Förderer ging Prof. Dr. Delphin Mehinto auch auf die unterstützende Rolle von humedica ein. Im Rahmen eines humedica-Einsatzes war der Chefarzt des Klinikums Kaufbeuren, Prof. Dr. Heinrich Stiegler, bereits letztes Jahr in Benin helfend tätig. Gemeinsam mit humedica war es möglich, die humanitäre Arbeit im Land, zu der auch die bereits erwähnten Shunt-Operationen, sowie die Beschaffung von Medikamenten zählen, voranzutreiben.

Bei den abschließenden Scheckübergaben wurden insgesamt 19.000 Euro aus dem Stadtprojekt Kaufbeuren an verschiedene wohltätige Einrichtungen und Schulen der Stadt für ihre Projekte in Afrika verteilt. humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß nahm einen Spendenscheck in Höhe von 1000 Euro sowie weitere 4.000 Euro für die Fortsetzung des Shunt-OP Projekts in Benin entgegen.

Musikalisch untermalt wurde der Abend durch die Auftritte eines Gospelchors sowie von Deborah und Ramona Holzmann, den Sängerinnen von Sternblut, einer der aufstrebenden Newcomerbands in Deutschland.

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