TELEGRAMM AUS HAITI: Erste Cholerafälle in Port-au-Prince bestätigt - humedica-Team erneut in Drouin

von SRI, 24.10.2010

Und wieder trifft es die Menschen, deren Alltag ohnehin ein Kampf ums Überleben ist. Die Choleraepidemie in Haiti hat mittlerweile die Hauptstadt Port-au-Prince erreicht; erste Fälle wurden vom zuständigen Ministerium bestätigt. Das humedica-Team arbeitet im etwas außerhalb gelegenen Drouin und bekommt sehr bald Verstärkung.

Vor allem erkrankte Kinder brauchen schnelle Hilfe, wie dieses Mädchen in Drouin. Foto: humedica

Eine zweite Einsatzgruppe wird Deutschland in den kommenden Stunden verlassen. Darunter befinden sich neben dem Einsatz erfahrenen Mediziner Dr. Tobias Kees (Tübingen) auch die Medizinstudenten Simon Oeckenpöhler (Köln) und Ferdinand Hofer (Tübingen) sowie der Katastrophenmediziner Dr. Rashid al Badi aus Tübingen.

Unterdessen hat sich die Lage in Haiti dramatisch zugespitzt: Das zuständige Ministerium hat erste Cholerafälle in der Hauptstadt Port-au-Prince bestätigt, die Zahl der Todesopfer ist auf über 200 gestiegen, überproportional schnell steigt die Zahl der Erkrankten an.

Das humedica-Einsatzteam wird auch am heutigen Sonntag nach Absprache mit dem Gesundheitsministerium wieder im Krankenhaus in Drouin arbeiten, dieses womöglich sogar übernehmen. Dort hatten die Mediziner auch in den vergangenen beiden Tagen zahlreichen Menschen schnell helfen können.

Leider gibt es unmittelbar in dieser Region bisher auch mindestens 50 Tote zu beklagen. Die auf medizinische Basisversorgung spezialisierte Gesundheitsstation von Drouin musste in den vergangenen beiden Tagen einen Ansturm von 800 Patienten aushalten, bei gerade mal zehn verfügbaren Betten.

Liebe Freunde und Förderer, selbstverständlich werden wir Sie in den kommenden Stunden und Tagen über die weitere Entwicklung in Haiti auf dem Laufenden halten. Bitte besuchen Sie uns hier, gerne auch bei facebook oder twitter.

humedica bittet die Menschen in Deutschland um eine gezielte Spende zur Unterstützung der Cholerabekämpfung unserer ehrenamtlichen Kräfte auf das Konto:

humedica e. V.
Stichwort „Cholera Haiti"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

Möglich ist auch eine direkte Unterstützung über unser Online-Formular.

Sicher, schnell und direkt ist die Möglichkeit der sms-Spende: Textmitteilung mit Stichwort DOC an die 8 11 90. Von den damit gespendeten 5,- Euro fließen 4,83 direkt in die humedica-Katastrophenhilfe.

Infusionen können das Leben von Cholerapatienten retten. Foto: humedica

Unser Einsatz gegen die Choleraepidemie in Haiti wird unterstützt von der Stiftung des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin in Tübingen. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit.

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