Sudan: Deutscher Botschafter besucht humedica-Projekte

von Katja Weber, 26.01.2010

Es war ein Treffen der besonderen Art: Die 15 höchsten Vertreter der Flüchtlinge im Lager „Al Salam“, die sogenannten Sheiks, kamen mit dem höchsten Vertreter der Bundesrepublik Deutschland im Sudan, Botschafter Rainer Eberle, zu einem Austausch und einem Glas süßen, arabischen Tee zusammen.

Im Camp "Al Salam" wurde der Botschafter mit einem Ständchen empfangen. Foto: humedica/Nils Stilke

Anlass war der Besuch des Botschafters bei den Projekten der deutschen Hilfsorganisationen humedica e. V., Johanniter-Auslandshilfe und Technisches Hilfswerk (THW) am Montag, den 25. Januar 2010.

Seit August 2004 ist humedica ununterbrochen im Süd-Darfur aktiv – hunderttausende interne Vertriebene wurden seither in Flüchtlingslagern untergebracht und medizinisch versorgt. Über die Jahre hat humedica in der Gegend um die Provinzhauptstadt Nyala drei Kliniken, eine Geburtsstation, verschiedene Schulen und einen Kindergarten in den Lagern aufgebaut und führt diese mit sudanesischen Angestellten.

Daneben ist humedica für die Koordination des Camps Al Salam verantwortlich. Im 80 km entfernten Kass betreibt humedica eine Klinik sowie ein Bildungsprojekt und fährt mit mobilen Ärzteteams in die entlegeneren Camps.

Von dieser umfassenden Arbeit konnte sich der deutsche Botschafter im Sudan, Rainer Eberle, nun selbst überzeugen. Er besuchte mit einer humedica-Delegation die Camps Al Salam und Otash. In der Camp-Schule begrüßten die Kinder den Diplomaten mit einem enthusiastisch vorgetragenen Lied.

. „Die Fröhlichkeit der Kinder ist richtig ansteckend,“ freute sich Botschafter Eberle, der sich mitten zwischen die Schüler setzte und mit ihnen auf arabisch plauderte. „Mir ist es wichtig, einen direkten Einblick in das Leben der Menschen und in die Arbeit der deutschen Hilfsorganisationen am Ort zu bekommen,“ sagte der hochrangige Diplomat.

Bei einem gemeinsamen Essen mit den humedica-Mitarbeitern informierte sich Botschafter Eberle über die Entwicklung der Projekte im Süd-Darfur. Foto: humedica/Nils Stilke

Ein Großteil der Projekte, die humedica im Darfur betreibt, werden bis zum heutigen Tag vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland finanziell unterstützt. Als Vertreter des Außenministeriums bedankte sich Botschafter Eberle für die gute und verantwortliche Verwendung der zur Verfügung gestellten Mittel. „Die Arbeit, die das humedica-Team im Süd-Darfur geleistet hat, ist beeindruckend."

Der Botschafter führte weiter aus: "Die Flüchtlinge haben die Chance bekommen, sich unter den widrigen Umständen weiterzuentwickeln, indem humedica ihnen mit medizinischer Versorgung, Bildung und Infrastruktur zur Seite stand. Was ich heute hier gesehen habe, zeigt mir, dass sich die Investition der Bundesrepublik Deutschland in diese Projekte mehr als bezahlt gemacht hat.“

Auch die Sheiks im Camp Al Salam schätzen die Arbeit von humedica. Sie sind zum Großteil seit vielen Jahren im Lager und haben gute, persönliche Beziehungen zum humedica-Team – und nun auch zum deutschen Botschafter.

humedica bittet Freunde und Förderer sowie Besucher dieser Seite auch weiterhin um die freundliche Begleitung unserer wichtigen Arbeit im Sudan durch eine gezielte Spende:

humedica e. V.
Stichwort "Sudan"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

oder auch online über folgenden Link: Flüchtlingshilfe Sudan.
Vielen herzlichen Dank für jede Form der Unterstützung.

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