Nach Choleraausbruch: Situation in Haiti bleibt angespannt - humedica-Teams schaffen wichtige Strukturen

von Caroline Klein/SRI, 28.10.2010

Momentan gibt es täglich gute und schlechte Nachrichten aus Haiti. Koordinatorin Caroline Klein muss entsprechend heute von zwei Todesfällen, und weiteren Infizierten berichten, kann aber auch auf neu geschaffene Strukturen rund um das Krankenhaus berichten.

Dr. Tobias Kees (links) und Ferdinand Hofer (beide Tübingen) bei der Behandlung eines kleinen Patienten. Foto: humedica/Caroline Klein

Dank der Kooperation mit UNICEF konnte ein getrenntes Zelt für die immens wichtige, vor jeder Behandlung durchgeführte Triage (eine Art Patientenbefragung und -einordnung) eingerichtet werden.

Darüber hinaus haben die beiden humedica-Teams die Klinik in Drouin reinigen können, die Patienten wurden getrennt, die Versorgung mit sauberem Wasser ist gesichert und auch der medizinische Bedarf steht in ausreichendem Maße zur Verfügung.

"Wir können davon ausgehen, dass dieses Krankenhaus spätestens Ende dieser Woche über unsere Standards und die der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verfügt, um die Cholera effizient behandeln zu können", schreibt Koordinatorin Caroline Klein in ihrem aktuellsten Bericht. "Mittlerweile wird humedica auch als offizieller Partner der WHO und der UN-OCHA im Choleragebiet geführt."

Drouin galt bis zum Wochenende aufgrund der Menge an Patienten als sehr problematisch bei den Behörden. Dieser Umstand konnte durch das gezielte Eingreifen der humedica-Teams in Zusammenarbeit mit UNICEF, die entsprechend geschaffenen Strukturen und die zur Verfügung stehenden medizinischen Hilfsmittel deutlich verbessert werden. Ein besonderer Dank gilt hierbei auch dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland für die freundliche Unterstützung und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Im von humedica übernommenen Krankenhaus zu Drouin konnten mittlerweile wichtige Standards geschaffen werden. Foto: humedica/Caroline Klein

Die Situation scheint aufgrund der beschriebenen Verbesserungen unter Kontrolle, jedoch gilt die Cholera, einmal ausgebrochen, als unberechenbar, was Caroline Klein bestätigt. "Wir hatten gestern leider zwei Todesfälle und auch neu infizierte Patienten." Ungeachtet dieser Rückschläge arbeiten die humedica-Einsatzkräfte täglich lange und hart, um die Epidemie in Drouin einzudämmen. "Die Teams sind hoch motiviert und leisten tolle Arbeit."

Gemeinsam mit dem Kooperationspartner, der Stiftung des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin (Tübingen), bittet humedica die Menschen in Deutschland weiterhin um gezielte Spenden zur Unterstützung der Cholerabekämpfung in Haiti:

humedica e. V.
Stichwort „Haiti Cholera"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

Sicher, schnell und direkt ist die Möglichkeit der sms-Spende: Textmitteilung mit Stichwort DOC an die 8 11 90. Von den damit gespendeten 5 Euro fließen 4,83 direkt in die humedica-Katastrophenhilfe.

Bitte beachten Sie auch die durchaus intensive Medienberichterstattung in Deutschland über unseren Cholera-Einsatz in Haiti. Darüber hinaus erbitten wir Ihre Aufmerksamkeit für unsere Social Media-Präsenzen, twitter (hier postet Simon Oeckenpöhler direkt aus Haiti), facebook und myspace.

Hinweis für Medienvertreter:

Sehr gerne stehen Ihnen weiterhin unsere Einsatzkräfte in Haiti oder Pressesprecher Steffen Richter für Interviews zur Verfügung. Entsprechende Anfragen bitte über die angegebenen Kontaktdaten. Danke.

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