Simbabwe: Mein erster Einsatz für humedica ist hoffentlich nicht der letzte

von Karin Uckrow/RBU, 29.03.2010

„Ende Oktober 2009 fuhr ich als Projektkoordinatorin für einen viermonatigen Einsatz nach Simbabwe. Es war die dritte Phase des vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland unterstützten Projekts zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung in der Provinz Manikaland.

Wartende Patienten vor dem Krankenhaus St. Andrews, eine der 15 von humedica versorgten Kliniken. Foto: humedica/Anna Eschweiler

Das Programm umfasste die Lieferung von Medikamenten, Grundnahrungsmitteln und therapeutischen Lebensmitteln. Darüber hinaus führten wir Weiterbildungsmaßnahmen für das Krankenhauspersonal durch. Auch die Finanzierung von Maßnahmen zur Instandhaltung medizinischer Geräte in Krankenhäusern und die Finanzierung notwendiger Reparaturen der Klinikambulanzen war Bestandteil unserer Arbeit.

Da unsere Unterstützung sehr viele Aspekte umfasste, konnten wir einen nachhaltigen Beitrag dazu leisten, dass die insgesamt 15 von humedica unterstützten Krankenhäuser wieder arbeitsfähig sind und die Patienten derzeit gut versorgt werden.

In den vergangenen Jahren durfte ich bereits als Entwicklungshelferin in der Provinz Manikaland arbeiten und die beiden humedica-Vorgängerteams in Simbabwe hatten sehr gute Strukturen und Netzwerke geschaffen. So konnten wir während unseres aktuellen Einsatzes sehr effizient und schnell die Projektaktivitäten umsetzen.

Die Arbeit hat mir sehr viel Freude bereitet. Unsere Bemühungen kamen direkt der Bevölkerung zu Gute, die Wirkung unserer konkreten Hilfe war sofort sicht- und erlebbar. Die Zusammenarbeit mit dem lokalen Projektteam war sehr gut und das Personal in den Krankenhäusern zutiefst dankbar für die umfassenden Unterstützungsleistungen.

Eine der vielen Patientinnen des Krankenhauses Mount Selinda, mit ihrem Baby. Foto: humedica/Hannes Harms

In den Krankenhäusern haben wir sehr oft von Mitarbeitern, Verwaltungsleitern und auch Patienten gehört, wie sehr unsere Arbeit und die Unterstützungsleistungen benötigt und geschätzt würden. An dieser Stelle möchte ich diesen Dank an das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland und an alle Förderer und Unterstützer von humedica weitergeben.

Auch Bischof Mutume, Weihbischof der Provinz Manikaland, hat bei unserem letzten Treffen betont, wie dankbar er für die Hilfe ist, die humedica seit über einem Jahr in der Diozöse Manikaland leistet. Die medizinische Versorgung der Bevölkerung in Simbabwe sei aber leider immer noch nicht ausreichend gewährleistet, auch wenn sich in dem vergangenen Jahr eine deutliche Verbesserung eingestellt habe.

Wahrscheinlich wird es aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Krise in Simbabwe und der jahrelangen Vernachlässigung des Gesundheitssystems auch noch lange dauern, und viel Arbeit in Anspruch nehmen, bis eine beständige und für den Großteil der Bevölkerung bezahlbare medizinische Versorgung erreicht wird.

Ich hoffe daher sehr, dass die internationale Hilfe für und Unterstützung von Simbabwe weitergeht. Und ich hoffe auch, dass diesem ersten Einsatz für humedica weitere folgen.“

ANMERKUNG DER REDAKTION: Karin Uckrow wurde von der Wirklichkeit überholt: Vom letzten Einsatz kann definitiv nicht die Rede sein, denn die gebürtige Berlinerin befindet sich bereits wieder auf dem Weg in die Ferne. In den kommenden fünf Monaten wird sie als Projektkoordinatorin in Haiti arbeiten. Vielen Dank für Deinen Einsatz, liebe Karin.

Die Dankbarkeit und Freude war groß, die Hilfe unmittelbar sichtbar. Foto: humedica/

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