Den Grundstein legen für die Zukunft

von Daniel Vaupel/RBU, 06.10.2010

Während im Süden Pakistans die humedica-Teams weiterhin Menschen in Flüchtlingscamps behandeln, laufen die Planungen um Wiederaufbauprojekte im Norden des Landes bereits an. Die ersten Schritte in Richtung der langfristigen Unterstützung in Pakistan hat der dafür verantwortliche Koordinator Daniel Vaupel bereits getan.

Ein Mann in dem Dorf Bela vor den Überresten seines Hauses. Im Vordergrund die von der Flut völlig durchweichte Bettwäsche und Schulsachen seiner Kinder. Foto: humedica/Daniel Vaupel

„Am Mittwoch den 22. September diesen Jahres wurde der erste Feldbesuch in Charsadda durchgeführt, um ein mögliches Folgeprojekt zum Einsatz der medizinischen Teams zu entwerfen. Schwerpunkt soll der Wiederaufbau von Wohnhäusern von ärmeren Teilen der Bevölkerung sein.

Die Häuser waren größtenteils aus ungebrannten Lehmziegeln konstruiert und konnten den Wassermassen nicht standhalten. Diese Lehmziegelhäuser sind völlig oder partiell zerstört worden, während Häuser aus Betonziegeln die Fluten nahezu unbeschadet überstanden haben. So findet man scheinbar unbeschädigte Häuser inmitten von Trümmerfeldern.

Bereits unsere pakistanische Partnerorganisation ARO (Aid for Refugees and Orphans) hatte uns berichtet, dass die betroffenen Bevölkerungsgruppen mittlerweile nicht mehr primär nach Essen, sauberem Trinkwasser oder medizinischer Versorgung fragten, sondern nach konkreter Wiederaufbauhilfe.

Der Feldbesuch in Charsadda wurde zusammen mit dem Deputy District Commissioner durchgeführt. Allein in den Thensils - den Landkreisen - von Charsadda, sind laut Aussagen der Distriktverwaltung 54.985 Familien von der Flut betroffen. Ihre Unterkünfte seien komplett oder teilweise zerstört worden. Das, was ich sehe, lässt mich an diesen Aussagen nicht zweifeln.

Der Deputy District Commissioner war sehr erfreut über unser Interesse an einem permanenten Wiederaufbauprogramm, da viele andere Nichtregierungsorganisationen den Distrikt zum Zeitpunkt meines Besuches bereits wieder verlassen hatten.

Wir folgten dem Flusslauf des Swat durch die unterschiedlich nahe am Fluss gelegenen Stadteile von Bela, einem Ort, wo eines unserer medizinischen Camps lokalisiert war, bis nach Charbela, weiter unterhalb am Swat-Fluss gelegen. Das Bild war überall ähnlich.

Aufgrund meiner erhaltenen Eindrücke und der Aussagen einheimischer Helfer, werden wir die Wiederaufbauarbeit in dem Distrikt Charsadda beginnen. Unser lokaler Koordinator Christopher kümmert sich bereits um die nötigen Baumaterialien für die geplanten Häuser, die neben zwei Räumen auch eine Küche und eine Latrine umfassen werden.“

Den Menschen wieder ein Zuhause und somit eine Lebensgrundlage geben, ist das Ziel des Wiederaufbauprojekts von humedica. Bitte unterstützen Sie uns dabei mit einer konkreten Spende über unser Online-Formular oder auf untenstehendes Konto.
      humedica e.V.
      Stichwort "Fluthilfe Pakistan"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

5 Euro ist Ihr Beitrag für die Wiederaufbaumaßnahmen in Pakistan, wenn Sie eine sms mit dem Stichwort DOC an die 8 11 90 senden. 4,83 Euro fließen direkt in die humedica-Projekte ein. VIELEN DANK.

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