Krankenschwester Susanne Lemke berichtet nach ihrer Rückkehr aus Port Au Prince

von Susanne Lemke/SRA, 21.08.2010

Etwa einhundert ehrenamtliche Helfer sind seit Januar von humedica in das vom Erdbeben zerstörte Haiti geschickt worden, um medizinische Hilfe zu leisten. Darunter befindet sich auch die deutsche Krankenschwester Susanne Lemke. Als eine der mehr als 1000 in unserer Datenbank registrierten medizinischen Einsatzkräfte folgte sie jetzt bereits zum vierten Mal dem Aufruf von humedica, Hilfe in einem Katastrophengebiet zu leisten. Dafür begab sie sich ab Mitte des Jahres auf einen fünfwöchigen, unbezahlten Einsatz in Port Au Prince, Haiti.

„Nach unserem Start am Flughafen Frankfurt/Main landet unser Team von sechs Ärzten und drei Krankenschwestern in Port Au Prince. Gleich am Ausgang des Flughafens stehen wir vor dem allgegenwärtigen Chaos, das vom Erdbeben zurückgelassen wurde.

Port Au Prince bietet immer noch ein Bild der Verwüstung. Die Menschen finden nur noch in Zelten ein Obdach, nachdem ihre Häuser und Städte vom Erdbeben zerstört wurden. Wir erfahren bald, was wohl nur den wenigsten in der Welt bekannt sein mag: schon vor dem Beben ging es den Menschen in dieser Stadt nicht wesentlich besser.

Noch immer wird in Haiti dringend Hilfe benötigt. Foto: humedica/Susanne Lemke

Seit Januar sind ununterbrochen humedica-Teams aus Deutschland in ständigem Wechsel in Port Au Prince und Léogâne – dem Gebiet des Epizentrums vor Port Au Prince – im Hilfseinsatz tätig. Organisiert werden die Einsätze dabei einerseits in der humedica-Zentrale in Kaufbeuren und andererseits von ehrenamtlichen Koordinatoren, die mehrere Monate oder länger vor Ort verbringen.

Ich erlebe, mit welcher ausgesprochenen Professionalität die Koordinatoren ihren Aufgaben nachkommen. Sie kümmern sich um Zollangelegenheiten, die Registrierung und die Zusammenarbeit von Hilfsorganisationen, fehlende Medikamente, Fahrer für Autos, Übersetzer, Wasser und Verpflegung, Sicherheitsregularien, und vieles mehr.

Unser Team wird in Port Au Prince und in Léogâne arbeiten. Als Teil des Port Au Prince-Teams besichtige ich gleich nach unserer Ankunft gemeinsam mit meinen Kollegen das Krankenhaus „Espoir“ (Krankenhaus der Hoffnung), in dem wir die nächsten fünf Wochen tätig sein werden.

Vor dem Hospital stehen Zelte, in denen noch immer die Opfer des Erdbebens behandelt werden. Ein Gefühl der Befremdung befällt mich anfänglich bei diesem Anblick. Wie an vieles andere hier muss man sich aber schnell auch daran gewöhnen.

In solchen Zelten werden Opfer des Erdbebens behandelt. Foto: humedica/Susanne Lemke

Unsere Aufgaben im Krankenhaus „Espoir“ umfassen zum einen die Ambulanz und die Versorgung der stationären Patienten in den Zelten. Zum anderen leiten wir die Fortbildungen der einheimischen Krankenschwestern und führen eine mobile Klinik. Im mobilen Einsatz können wir zum Beispiel in Zusammenarbeit mit der Kindernothilfe in einem Wohngebiet in Port Au Prince tätig werden."

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