Container mit dringend benötigten Nahrungsmitteln auf dem Weg in den Niger

von Florian Klinner/SRA, 26.08.2010

Vor kurzem erreichte eine erste humedica-Hilfslieferung von Lebensmitteln per Luftfracht die Republik Niger. Das Land leidet unter einer der schwersten Hungersnöte seiner Geschichte. Nun konnte humedica mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amtes der BRD eine weitere Lieferung von Nahrungsmitteln und Hilfsgütern auf dem Seeweg nach Niger schicken.

21,5 Tonnen Lebensmittel und Sachspenden traten ihre fünfwöchige Reise per Schiff Richtung humedica-Klinik in Kollo an. Die Hilfslieferungen werden vor Ort dringend benötigt, da sich die Ernährungssituation in Niger drastisch verschlechtert hat.

Das Verladen der Hilfsgüter beginnt. Foto: humedica/Clemens Matern

Schon 2005 litt das Land unter einer katastrophalen Hungersnot, die durch Dürre und Heuschreckenplagen verstärkt wurde. Rund 3,6 Millionen Menschen hatten nicht genug zu essen.

Nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen wird das Ausmaß der Hungersnot in diesem Jahr den extremen Ernährungsnotstand von 2005 sogar noch übersteigen. Das Leben von 7,8 Millionen Menschen in Niger – über die Hälfte der Bevölkerung – ist durch die Nahrungsmittelknappheit bedroht.

Hunger ist ein ständiges Problem in extrem armen Ländern wie Niger. Infolge einer langen Dürre im vergangenen Herbst in der Sahelregion hat sich die Situation im Land um ein vielfaches verschlimmert.

Dramatische Ernteausfälle waren die Folge der Dürre. Große Teile des Viehbestandes verendeten. Um überleben zu können sind die meisten Menschen im Land aber auf Ackerbau und Viehzucht angewiesen.

Am schwersten trifft die Hungersnot die Schwächsten. Unzählige Kinder in Niger leiden an Unterernährung. Foto: humedica

Die extreme Dürre trifft vor allem die Kinder. Die Hungersnot führt zu einer rapide steigenden Unterernährung bei Kindern. Nach Aussagen des Welternährungsprogramms mangelt es 16,7 Prozent der Kinder unter fünf Jahren an lebensnotwendigen Vitaminen und Nährstoffen.

Die Vereinten Nationen legen den Schwellenwert für einen Katastrophenfall bei 15 Prozent an. In den am schlimmsten betroffenen Gebieten Nigers übersteigt die Rate der unterernährten Kinder 20 Prozent.

Es ist überdeutlich, wie dringend die Hilfslieferungen in Niger benötigt werden. humedica schickt daher einen Container mit insgesamt 34 Paletten ins Land.

In erster Linie werden mit den enthaltenen Nahrungsmitteln mangel- und unterernährte Kinder und schwangere Frauen von unserem Team versorgt. Darüber hinaus wird sowohl eine weitere ambulante und stationäre Betreuung der Bevölkerung im humedica-Krankenhaus in Kollo ermöglicht.

Güter, die Hilfe bringen. Foto: humedica/Clemens Matern

Bitte spenden Sie über unser Onlineformular gegen die Hungersnot in Niger oder auf untenstehendes Konto:
       humedica e.V.
       Stichwort "Hunger Niger"
       Konto 47 47
       BLZ 734 500 00
       Sparkasse Kaufbeuren

5 Euro ist Ihr Beitrag für die Hilfsmaßnahmen gegen die Hungersnot im Niger, wenn Sie eine sms mit dem Stichwort DOC an die 8 11 90 senden. 4,83 Euro fließen direkt in die humedica-Projekte ein. VIELEN DANK.

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