Zurück mit einem weinenden und einem lachenden Auge

von Sebastian Frank/RBU, 13.04.2010

"Meine Rückreise nach Deutschland startete am 13. März 2010 mitten in der Nacht. Während ich am Flughafen in Niamey, der Hauptstadt von Niger, sitze, beschleicht mich das Gefühl, ich verlasse eine Welt um in eine andere zu fliegen.

Die Verabschiedung von den einheimischen Mitarbeitern in Kollo war genauso herzlich, wie der Empfang zwei Wochen zuvor. Ich solle wiederkommen, meinten die Angestellten im Krankenhaus. Ich finde, es gibt keine schönere und ehrlichere Art Danke zu sagen, als mit diesen Worten.

In der kurzen Zeit seines Einsatzes traf Sebastian Frank Bekannte wieder und lernte neue Menschen wertschätzen. Foto: humedica/Sebastian Frank

Nach meinem vierzehntägigen Aufenthalt im heißen Niger ging nach meiner Rückkehr in Deutschland nichts ohne meine geliebte Fleecejacke. Bei einer Temperatur von 35 Grad in Niamey gestartet, wurde ich in Frankfurt von frischen 3 Grad Celsius empfangen.

Glücklicherweise hatte ich meinen Anorak im Handgepäck, denn mein Frachtgepäck hatte sich beim Umsteigen und Umladen in Casablanca entschieden, für einen Tag länger in Afrika zu verweilen.

Mehr als drei Wochen liegt mein Einsatz für humedica im Niger nun bereits zurück. Trotz der kurzen Einsatzdauer konnten wir viele Dinge erreichen. Der Anbau der Bettenstation ist fertig gestellt und die Räume sind bezugsfertig.

Ende April wird ein Container mit Einrichtungsgegenständen, wie beispielsweise Betten, Schränke und Tische in Kollo eintreffen. Nach der Ankunft der Hilfsgüter wird humedica-Koordinatorin Simone Winneg den Bettentrakt in Betrieb nehmen. Voller Erwartung und Spannung fiebere auch ich im entfernten Deutschland der baldigen Eröffnung dieser Krankenstation entgegen.

Wieder muss ich die Emotionen über meine Zeit im Niger ordnen. Sie scheinen nicht greifbar und doch so präsent. Es ist eine widersprüchliche Mischung aus Freude und Traurigkeit, ein Zusammenspiel aus Dankbarkeit und Hoffnung.

Freude, wieder zurück in Deutschland sein zu dürfen. Traurigkeit darüber, nicht mehr im Niger sein zu können und Dankbarkeit dafür, dass ich helfen durfte. Hoffnung für die Zukunft des Projekts und für die Menschen im Krankenhaus. Ich bete, dass sie bewahrt bleiben und Gottes Segen sie weiterhin führt und begleitet.

humedica sagt im Namen der Menschen im Niger, denen die Hilfe zu Gute kommt, DANKE! Foto: humedica/Sebastian Frank

Manchmal habe ich das Gefühl, ein paar meiner Gedanken sind noch in Afrika, verschwommen und undeutlich. Vermutlich wird es noch eine Zeit dauern, bis ich komplett wieder in Deutschland angekommen bin.

Mit besten Grüßen
Ihr
Sebastian Frank

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