Menschen in Haiti erneut in Bedrängnis: Die Stürme sind zurück

von SRI, 28.09.2010

Vor knapp zehn Monaten bebte in Haiti die Erde und riss mehr als 220.000 Menschen in den Tod, Hunderttausende wurde verletzt und verloren ihr Obdach. Entsprechend groß sind noch immer die Flüchtlingscamps in Port-au-Prince, Leogane oder anderen Zentren des Bebens.

Am Wochenende mussten vor allem diese Menschen bange Stunden überstehen: Die Hurrikan-Saison hat begonnen, ein erster gewaltiger Sturm ist über das noch immer verwüstete Land gefegt.

Auch das "Krankenhaus der Hoffnung", humedica-Projektstandort in Port-au-Prince war von dem ersten Sturm betroffen. Foto: humedica

Tausende Zelte in Haitis Flüchtlingscamps wurden in den vergangenen Tagen durch heftige Stürme weggerissen, zahlreiche Menschen wurden dabei verletzt, nach offiziellen Angaben forderten die Unwetter auch fünf Todesopfer.

Nach dem furchtbaren Beben im Januar sind nun die Stürme zurück. Jedes Jahr wird die Karibik von teils verheerenden Unwettern heimgesucht, 2008 zerstörten die orkanartigen Winde große Teile der Ernte und tausende Häuser. Bereits damals hatte humedica mit medizinischen Teams und Hilfsgüterlieferungen im Land geholfen.

humedica-Mitarbeiter Joachim Panhans, der sich zurzeit in Haiti aufhält, bestätigte in mehreren Nachrichten die Intensität der jüngsten Stürme. Und auch das humedica-Team im „Krankenhaus der Hoffnung“ ist von den Naturgewalten betroffen:

„Wir mussten das Camp im Hof der Klinik evakuieren“, schreibt Landesdirektor Rene Lako, „glücklicherweise konnten wir die Patienten alle rechtzeitig im Krankenhaus unterbringen“.

Dieser Schritt der Verlegung aller Patienten ins Hospital war ohnehin für die nahe Zukunft geplant, wenn auch nicht derartig überstürzt durch die Bedrohung eines Hurrikans.

Leider steht zu befürchten, dass in den kommenden Wochen weitere Stürme das Land und die ohnehin hart getroffene Bevölkerung bedrohen. Selbstverständlich werden wir Sie, liebe Freunde und Förderer, an dieser und anderer Stelle über die allgemeine Entwicklung und die unserer Projekte auf dem Laufenden halten.

Vielen Dank für jede Form der Unterstützung.

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