Bürostühle für humedica-Projekte

von Steffen Richter/RBU, 09.04.2010

Vermutlich gehören sie zu den am meisten unterschätzten, in jedem Falle kaum gelobhudelten Möbelstücken unserer Zeit. Bürostühle. Für humedica dagegen ist eine großzügige Stuhlspende Grund zur Dankbarkeit. Wo die Stühle verwendet werden, zeigen wir Ihnen beispielhaft für zwei Projektländer.

RUMÄNIEN: Leben ohne staatliches Sicherheitsnetz

164 Bürostühle in verschiedenen Farben und Formen spendete TOPSTAR an humedica. Foto: humedica

Die sozialen Probleme in Rumänien sind anhaltend groß. Armut, Kriminalität, ein - für den Großteil der rumänischen Bevölkerung - zu kostenintensives Gesundheitssystem und unzureichende soziale Absicherungen stellen die Ursachen dar.

Über 40% der Menschen in Rumänien leben Schätzungen zufolge unter der Armutsgrenze. Insbesondere Kinder, Frauen und alte Menschen leiden unter der Armut und können sich eine medizinische Versorgung oftmals nicht leisten.

In der Erzdiözese Alba Julia in Miercurea Ciuc unterstützt humedica bereits seit vielen Jahren die dort laufenden Bemühungen um Linderung der Not. Die Hilfe der Teams mit mehr als 200 Mitarbeitern umfasst unter anderem die medizinische und soziale Betreuung von etwa 11.000 alten, armen und auch behinderten Menschen in insgesamt rund 100 Städten, Dörfern und Gemeinden.

Für die ärmlich ausgestatteten Büros der Verwaltung bedeutete die Spende von 40 Sitzgelegenheiten ein nicht erwartetes Geschenk, das ihre Arbeit sehr viel angenehmer macht.

SIMBABWE: Zwischen struktureller Armut und politischer Willkür

Zwar können Bürostühle Elend nicht beheben. Aber zumindest können sie den Alltag etwas aufhellen. Foto: humedica/Rosalyn Hoppe

Immer wieder gerät das oberhalb von Südafrika gelegene Land in die internationalen Schlagzeilen. Die Menschen in Simbabwe leiden massiv und nicht selten existenziell unter politischen Unzulänglichkeiten, militärischen Auseinandersetzungen, vor allem aber unter struktureller Armut und medizinischen Notfällen wie einer Cholera-Epidemie im Herbst 2008.

Mehrere 40-Fuß-Container mit Hilfsgütern und medizinischem Bedarf konnte humedica seit 2008 nach Simbabwe bringen; ein wahrer Segen für ein Land, in dem es an den einfachsten Dingen fehlt.

Unter den Hilfsgütern befanden sich auch 58 Stück der gespendeten Bürostühle. Ihre neue Heimat ist, neben zehn Gesundheitsstationen in der Region Manikaland, auch das Kinderheim Mount Mellary. Dort wurde die Überraschung aus Deutschland mit großer Begeisterung aufgenommen. Die ungemein wichtige Arbeit des Teams erfuhr auf diese Weise eine großartige Unterstützung.

Insgesamt spendete die Firma TOPSTAR 164 Bürostühle an humedica, die in neun Ländern einen neuen Einsatzort gefunden haben. Das gesamte Team der Organisation ist dankbar für diese Unterstützung.

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