Mein letzter Tagebucheintrag über Haiti kommt aus Deutschland

von Ruth Bücker, 02.03.2010

Die Zeit im Kinderheim "Village de Espoir" war eine sehr fröhliche und lustige Zeit mit den Kleinen. Foto: humedica/Florian Hansmann

Seit drei Tagen bin ich wieder zurück in Deutschland und meine Eindrücke, Erfahrungen und Emotionen haben sich gelegt. Nun bin ich zumindest physisch wieder im Alltag angekommen, innerlich wird dies aber wohl noch dauern. Meine Erlebnisse in Haiti waren zu vielfältig, um bereits nach so kurzer Zeit auch emotional wieder zurückgekehrt zu sein.

Die Zeit in Haiti war für mich sehr facettenreich. Es gab schöne und aufregende Momente, sehr beeindruckende Begegnungen mit Menschen verschiedener Nationalitäten, sehr viele positive Eindrücke und Erfahrungen und sowohl innerhalb des Teams, als auch mit den Einheimischen sehr viel Freude, Fröhlichkeit und glückliche Zeiten.

Gleichzeitig waren die vergangenen zwei Wochen von vielen bedrückenden, traurigen, beunruhigenden und teils auch beängstigenden Momenten gezeichnet. Und obwohl diese Augenblicke sehr schwer waren, bin ich auch für jeden einzelnen dankbar, da sie mir die Bedeutung unserer Hilfe aufgezeigt haben und ich darüber hinaus viel über mich selbst lernen konnte.

Viele der Erlebnisse und Begegnungen werden sicherlich noch einige Zeit meine Gedanken beherrschen und mich emotional beschäftigen, wie auch das Schicksal der Zwillingsmädchen Christelle und Christie. Foto: humedica/Ruth Bücker

Ich bin dankbar dafür, dass ich ein kleiner Teil der bisher geleisteten Hilfe sein durfte. Und es hat mir Mut gemacht zu sehen, dass viele der vom Erdbeben betroffenen Frauen, Männer und Kinder neue Kraft und neue Hoffnung geschöpft haben. Langsam nehmen sie die Zukunft in ihren Leben in Angriff.

Was ich nach meiner Zeit in Haiti und mit der Bevölkerung dort nicht vergessen will, ist die Erkenntnis, wie gut es mir geht. Ich möchte daran denken, wenn ich mich das nächste Mal wegen einer Warteschlange an einer Supermarktkasse oder wegen sonstigen Nichtigkeiten wahnsinnig aufregen könnte.

Bitte lassen auch Sie die verheerende Situation der haitianischen Bevölkerung nicht in Vergessenheit geraten. Unterstützen Sie unsere Arbeit weiterhin mit Spenden auf unten stehendes Konto oder durch die Übernahme einer Familienpatenschaft in Haiti. Vielen Dank!

      humedica e.V.
      Spendenstichwort „Erdbeben Haiti“
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Spenden Sie bitte auch hier ONLINE. Vielen Dank.

Ich bin dankbar für alle Erfahrungen. auch wenn sie nicht nur aus Lachen bestanden. Foto: humedica/Ruth Bücker

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