„Ohne humedica wäre das Leid noch viel größer“

von Jennifer Gerstendorf/SRA, 01.09.2010

Einen Monat lang war Krankenschwester Jennifer Gerstendorf in der humedica-Klinik im westafrikanischen Niger engagiert. Im Juli wurde der Bettentrakt des Krankenhauses eröffnet. Gemeinsam mit dem nigrischen Personal betreute Jennifer hier die Patienten.

„Während meines Aufenthaltes in der humedica-Klinik in Kollo begegneten mir viele Dinge, die mir aus Deutschland unbekannt waren. Viele der Kinder, die im letzten Monat zusammen mit ihren Müttern stationär aufgenommen wurden, waren an Malaria erkrankt.

Unter normalen Umständen tritt dieses Krankheitsbild in unseren Breiten nicht auf. Die Kinder litten unter Müdigkeit, sehr hohem Fieber, Übelkeit und häufigem Erbrechen. In den meisten Fällen benötigten sie mindestens eine dreitägige stationäre Behandlung. Nach ihrer Entlassung bekamen sie Tabletten zur Nachversorgung mit nach Hause.

Viele Familien in Niger begeben sich zum humedica-Krankenhaus, um dringend benötigte Hilfe zu erhalten. Foto: humedica

Auch viele unterernährte Kinder kamen während meines Aufenthalts in das Krankenhaus in Kollo. Glücklicherweise gelang es uns, sie mit Zusatznahrung und viel Liebe aufzupäppeln. Unserer Arbeit kam dabei die Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland, sowie des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen zugute.

Für mich persönlich war es sehr erschreckend zu erleben, wie viele Menschen in Niger nicht genug zu essen haben. Die Dankbarkeit in den Augen dieser Menschen zu sehen allerdings, und die Freude, wenn es ihren Kinder wieder besser ging und sie an Gewicht zunahmen, war immer wieder schön.

Diese Erfahrung ist einer der Gründe dafür, dass mir die Arbeit im humedica-Krankenhaus so viel Spaß gemacht hat, und ich den Mut bekam, weiter zu machen. Ein aufrichtiges Lächeln ist eine der vielen Entlohnungen, die man für seine Arbeit erhält.

Krankenschwester Jennifer Gerstendorf engagierte sich beherzt für die Patienten in Kollo. Foto: humedica

Die Verpflegung der Patienten und ihrer Mütter mit Mahlzeiten war im Krankenhaus anfangs nur durch Familienangehörige möglich. Da aber einige Familien in weit entfernten Orten lebten, war es für sie zunächst schwierig ihre Verwandten in der humedica-Klinik täglich mit Essen zu versorgen. Mittlerweile hat sich die Lage gebessert und das Krankenhaus kann die Mütter einmal am Tag verköstigen.

In meiner Zeit in Niger habe ich extreme Armut gesehen. Vor diesem Hintergrund habe ich neu zu schätzen gelernt, wie gut es uns in Europa geht, und dass dieser Umstand keine Selbstverständlichkeit ist.

Die Arbeit im humedica-Krankenhaus hat mir sehr viel Freude bereitet und ich nehme viele bereichernde aber auch tragische Erinnerungen mit nach Hause. Ohne die Klinik in Kollo und die internationale Unterstützung von humedica wäre das Leid der Menschen in Niger wesentlich größer.“

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