Fahrscheine in die Schulferien bringen große Freude

von Ruth Bücker, 20.05.2010
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Das PENIEL SOCIAL INSTITUTE ist eine in Indien registrierte Hilfsorganisation, die mit dem Bau von Kinderheimen und Schulen der Armut im südlichen Indien etwas entgegenzusetzen hat: liebevoll erzogene und gut ausgebildete Jugendliche. Seit sechs Jahren unterstützt humedica gezielt einige der Projekte der Partnerorganisation.

Geleitet wird das Peniel Social Institute von Ulrike und ihrem Mann, Pastor Louis Paul Kern. Gemeinsam mit seinen zwei Töchtern lebt und arbeitet das Ehepaar in dem Staat Karnataka im Süden Indiens. Ihr Sohn studiert seit geraumer Zeit in Deutschland, der Heimat seiner Mutter.

Da meist insbesondere Kinder von Armut und Elend betroffen sind, haben es sich die Kerns und ihre Mitarbeiter zur Aufgabe gemacht, mit Waisenhäusern und Schulen insbesondere den Kleinen der Gesellschaft zu helfen.

Kinderheim in Kolar Gold Fields

In dem Kinderheim leben momentan 25 Kinder unter der Obhut von Pastor Michael, dessen Frau und einigen Mitarbeiterinnen. Die 14 Mädchen und elf Buben sind Halb- oder Vollwaisen und hätten ohne Unterstützung kaum eine Chance auf Unterkunft, geschweige denn die Möglichkeit, eine Schule besuchen zu können.

In ihrer freien Zeit können die kleinen Bewohner des Kinderheims ausgelassen auf dem großen Gelände spielen. Foto: humedica/Social Peniel Institute

Allmorgendlich werden die Kinder mit einem von humedica finanzierten Schulbus zu einer außerhalb des Kinderheims gelegenen Grundschule gebracht, und nach Schulende wieder abgeholt. Die Heimleitung sei sehr stolz auf alle Kinder, da sie im vergangenen Schuljahr hervorragende Leistungen erbracht hätten, berichtete Ulrike Kern kürzlich.

Im Gegensatz zu Deutschland, wo die Kinder über das Jahr verteilt Schulaufgaben schreiben, werden Schülerinnen und Schüler in Indien einmalig am Ende des Schuljahres geprüft. Zu den Leistungsfächern gehören neben Indiens Amtssprachen Englisch und Hindi auch die Fächer Mathematik, Natur- und Sozialwissenschaften und Kannada, die im Süden Indiens überwiegend gesprochene Sprache.

Für die vor wenigen Tagen begonnenen Schulferien konnten für die Kinder Zugtickets gekauft werden, damit sie ihre freie Zeit gemeinsam mit ihren Verwandten verbringen können. Manche der Kinder haben ihre Verwandten aufgrund der großen Entfernung bereits seit zwei Jahren nicht mehr besuchen können.

Dementsprechend aufgeregt waren die Mädchen und Buben, wie Ulrike Kern berichtete: „Sie waren sehr glücklich und außer sich vor Freude als die Zeit gekommen war, in den Zug einzusteigen. Sie mussten zwar einmal umsteigen und waren fast drei Tage unterwegs, aber das war es mehr als wert!

Peniel English School in Krishnapuram

In der vom Peniel Social Institute gemeinsam mit humedica finanzierten Schule werden Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf, sechs und sieben unterrichtet. Einige der insgesamt 144 Unterrichteten stammen aus dem Peniel Kinderheim.

Wissbegierig und ehrgeizig verfolgen die Schülerinnen den Unterricht. Foto: humedica/Social Peniel Institute

Der Großteil der Schüler dagegen stammt aus bedürftigen Familien aus umliegenden Dörfern. Wie Ulrike Kern berichtete, hätten die Mitarbeiter der Schule bei zahlreichen Familien viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, da insbesondere für Mädchen Bildung oft als unnötig und überflüssig angesehen werde.

Die Bedeutung einer umfangreichen Bildung wird insbesondere in den ländlicheren Gebieten stark unterschätzt und die Eltern müssten zunächst durch umfangreiche Gespräche davon überzeugt werden, dass ein Schulbesuch für ihre Kinder von Vorteil sei.

Die Hilfe ist weit umfangreicher

Neben der Sorge um die im Heim untergebrachten und in der Schule unterrichteten Kinder, verschließen die Mitarbeiter des Peniel Social Institutes darüber hinaus auch bei erwachsenen Hilfsbedürftigen und vor Notsituationen im Allgemeinen nicht die Augen.

Es sind Personen mit Suchtproblemen, denen zu einem Therapieplatz in einer Suchtklinik verholfen wird. Oder Familienmitglieder, die sich aufgrund ihrer misslichen Lage durch Streitigkeiten auseinandergelebt haben und einander wieder nähergebracht werden. Und auch bei auftretendem Mangel an Nahrungsmitteln und Wasser oder bei Problemen mit dem Stromnetzwerk leistet das Peniel Social Institute Hilfe.

Liebe Freunde und Förderer von humedica. Bitte unterstützen Sie uns mit einer konkreten Spende für das Social Peniel Institute, das vielen hilfsbedürftige Kindern, Frauen und Männern Zukunft schenkt.
      humedica e.V.
      Stichwort „Social Peniel Institute
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Bitte unterstützen Sie diese wertvolle Arbeit auch mit einer Online-Spende. VIelen Dank!

Den Dank der Vorschulkinder der Peniel School geben wir an Sie weiter, liebe Spender. Foto: humedica/Social Peniel Institute

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