humedica-Klinik ist ein Stern der Hoffnung inmitten bedrohlicher Hungersnot

von Simone Winneg, 31.05.2010

Die Hilfsorganisation Save the Children, mit der humedica in Haiti gemeinsam Shelterkits verteilte, erstellt jährlich einen sogenannten Mothers Index. Die Ergebnisse geben Auskunft darüber, in welchen Ländern die Bedingungen für Mütter am besten sind und wo eher schlecht. Mit Platz 158, und somit an vorletzter Stelle, kann dies für Mütter und ihre Kinder in Niger nichts Gutes bedeuten.

Bitte helfen Sie uns, damit ein so strahlendes Lachen in viele Kindergesichter zurückkehrt. Foto: humedica/Simone Winneg

Nun steht der Bevölkerung neben den ohnehin sehr dürftigen Umständen auch noch ein verheerender Zuwachs an Fällen extremer Unternährung im ganzen Land bevor. humedica-Koordinatorin Simone Winneg berichtet in ihrem aktuellen Bericht von der traurigen Situation und den Maßnahmen, die gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen momentan angestoßen werden.

„Die Knappheit an Nahrungsmitteln ist in Niger bekanntermaßen und leider beständig eine große Bedrohung für die einheimische Bevölkerung. Doch dieses Jahr ist es nach vier Jahren relativer Stabilität wieder akuter, ja geradezu katastrophal: Laut der Vereinten Nationen wird es gar noch schlimmer werden als im Jahr 2005, als eine Hungersnot in ganz Niger lebensbedrohliche Ausmaße annahm.

Bei der sich jetzt bereits deutlich abzeichnenden Katastrophe sind 58% aller Einwohner Nigers betroffen. Allein in den vergangenen Monaten mussten mehr als 50.000 Kinder unter fünf Jahren in spezielle Ernährungszentren aufgenommen werden, um sie wieder auf ein einigermaßen normales Gewicht aufgepäppelt zu bekommen.

Auch in der humedica-Klinik in Kollo werden wir jeden Tag mit der großen Not konfrontiert. Die Fälle von Unterernährung steigen drastisch an und allein in den vergangenen vier Wochen mussten wir mehr als 40 Kinder registrieren, die mäßig oder schwer unterernährt waren.

Mit Hilfe von UNICEF und dem Welternährungsprogramm (WFP, World Food Programme) können wir jedoch glücklicherweise in Kürze entsprechende Hilfsmaßnahmen ergreifen. In Zusammenarbeit mit UNICEF werden wir in dem neu fertig gestellten Bettentrakt im humedica-Krankenhaus Platz für zehn Kinder schaffen, die Intensivbetreuung brauchen, um wieder gesund zu werden. UNICEF unterstützt uns dabei mit Spezialnahrung und langfristig mit gezielten Schulungen des einheimischen Personals.

Auch mit WFP wird humedica in diesem Kontext zusammenarbeiten. Für Mütter, die ihre schwer unterernährten Kinder in unsere Klinik bringen, stellt uns die Hilfsorganisation tägliche Essensrationen zur Verfügung, so dass sich die Situation der Frauen nicht auch noch dramatisch verschlechtert.

Doch nicht nur die extrem Unterernährten sind uns ein Anliegen, sondern gerade auch diejenigen, bei denen es diesen Zustand noch zu verhindern gilt. Leider sind sehr viele Menschen in Niger ständig an der Grenze zu einer akuten Unterernährung, bei denen es durch die Versorgung mit Spezialnahrung eine Verschlechterung zu verhindern gilt.

Gemeinsam mit UNICEF und dem Welternährungsprogramm soll im Gesundheitsdidtrikt Kollo 230.000 Menschen geholfen werden. Foto: humedica/Ilias Nazzal

Ebenfalls dank der Hilfe von WFP können wir im gesamten Distrikt Kollo, der insgesamt neun Gesundheitsstationen umfasst, Nahrungsmittel verteilen und so die mäßig unterernährten Kinder besser versorgen. Insgesamt wird humedica mit diesem Unterernährtenprogramm über 230.000 Menschen erreichen.

In diesem Rahmen haben wir bereits neben der Unterstützung von UNICEF und WFP, großzügige Spenden des deutschen Vereins ALPENSOLAR HUMAN e.V. erhalten, mit dessen Hilfe wir einen Lagerraum bauen können. Dies ist gerade jetzt von größter Bedeutung, um die Zusatzrationen von WFP und UNICEF, sowie die Medikamente zur Versorgung der Klinikpatienten angemessen lagern zu können.

Für die Realisierung dieser großen Projekte brauchen wir jedoch dringend noch weitere Hilfe: zusätzliches Personal muss angestellt werden, die Betreuung und Versorgung der Gesundheitsstationen sowie der Transport zu den Verteilungsstellen muss für die nächsten sechs Monate garantiert werden.

Bitte unterstützen Sie unsere wichtige Arbeit in Kollo und Umgebung mit einer gezielten Spende!

Ihre
Simone Winneg"

Kommen Sie, liebe Freunde und Förderer, diesem Aufruf bitte nach und unterstützen Sie uns, entweder mit einer Online-Spende oder auf folgendes Konto:
      humedica e.V.
      Stichwort „Klinik Niger“
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Vielen Dank!

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