Unterwegs im Süden des Landes - das Elend ist unfassbar

Dass der humedica-Einsatz in den Süden des Landes ausgeweitet beziehungsweise verlagert wird, ist sehr sicher. Und auch der Zeitpunkt für den Umzug unserer medizinischen Helfer steht unmittelbar bevor. Warum unser Einsatz im Süden so dringend benötigt wird, verrät Judith Kühl in ihren leider sehr traurigen Gedanken aus Pakistan.

Wohin ich sehe, nur kranke Gesichter. Es fühlt sich wie ein Alptraum an. Dicht umringt von den Menschen, die hier am Straßenrand notdürftig leben, riecht es überall nach Krankheit. Augen sind geschwollen und entzündet, Gesichter übersät mit Ausschlag und Pusteln, Haare und Kleidung dreckig und vom Staub verblast.

Viele Kinder waschen sich in dem stark verunreinigten Wasser, nicht wenige trinken davon. Foto: humedica/Judith Kühl

Neben mir steht ein Mädchen, das mich mit einem breiten Grinsen anlächelt. Ihr Name ist Asma. Sie hat ein schönes Gesicht, vor allem wenn sie lacht. Doch trotzdem sehe ich sofort ihre schuppige Haut, die tränenden Augen und an der rechten Schläfe das Eitergeflecht.

Hinter der Straßenmauer liegt der schlammige Fluss. Kinder spielen darin. Es ist so heiß, dass sie jede Abkühlung genießen. Auch Asma springt ins Wasser. Neben ihr steht eine kleine Hütte im Wasser, die über einen Holzbalken mit dem Ufer verbunden ist.

Es ist die Toilette der vielen Menschen am Straßenrand. Dieses Wasser macht schwerkrank. Hier darf wirklich niemand baden. Asma steht direkt dort, wo alle Fäkalien ins Wasser fallen. Sie soll sofort aus dem Wasser kommen. Unser Dolmetscher bringt keine große Mühe auf, es ihr zu sagen. Tatenlos beobachte ich das Mädchen.

Asma kratzt sich im Gesicht. Ihre Haut juckt. Plötzlich taucht sie ihren Kopf in das Dreckwasser und wäscht ihre Augen damit aus. Ich will sie am liebsten anschreien, das sofort zu lassen. Andere Kinder machen es ihr nach. Die Erwachsenen interessiert das nicht. Sie wissen nicht einmal, dass man dieses Wasser niemals nutzen darf.

Das erklärt die vielen Entzündungen und Krankheiten unter ihnen und den Kindern. Beinahe regungslos liegen die Älteren auf ihrem Laken nur einige Meter entfernt. Die Hitze macht alle schlapp. Diese Zustände sind zum Schreien.

Hier brauchen die Menschen nicht nur sofort Trinkwasser und Medizin, sondern auch dringend Aufklärung über einfache Regeln zur Hygiene.

humedica wird so schnell wie möglich in Sukkur, direkt bei den Menschen an den Straßenrändern helfen. Unsere Ärzte haben die nötigen Medikamente dabei, vor allem für Augenentzündungen, Hautausschlag und Infektionen dabei.

Liebe Freunde und Förderer: bitte helfen Sie uns mit einer gezielten Spende helfen!

Schicken Sie eine sms an die 8 11 90 mit dem Stichwort DOC und unterstützen uns mit 5 Euro, von denen 4,83 Euro in die Projektarbeit fließen. Spenden Sie über unser Onlineformular für die Flutopfer in Pakistan oder wählen die traditionelle Form der Überweisung auf folgendes Konto:
      humedica e.V.
      Stichwort „Fluthilfe Pakistan
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Vielen herzlichen Dank!

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Zwei pakistanische Kinder und ein stummer Schrei nach Hilfe. Foto: humedica/Judith Kühl

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