Gedanken aus Pakistan: Hilfe für Ahmad, Naila und Sama

von Judith Kühl, 16.08.2010

humedica-Koordinatorin Judith Kühl in landestypischer Verschleierung. Foto: humedica/Simon Gelzenleuchter

Wie bereits Anfang des Jahres in Haiti, koordiniert Judith Kühl auch aktuell die Berichterstattung nach Deutschland, steht für Interviews zur Verfügung, schreibt selbst Berichte und möchte informieren, zum Nachdenken anregen und die Bevölkerung in Deutschland auf Notstände aufmerksam machen. Der Unterschied: momentan befindet Judith sich nicht in dem Karibikstaat, sondern in Pakistan. In der Reihe „Gedanken aus Pakistan“ können sie lesen, was unsere junge Mitarbeiterin erlebt und bewegt.

Hier kommt unsere Hilfe an

"Spenden oder nicht? Viele Deutsche überlegen hin und her. Kommt das Geld bei den Bedürftigen an? Während für Haiti gerne gespendet wurde, sind wir Deutschen bei der Flutkatastrophe in Pakistan eher noch zurückhaltend.

Leider treffen die meisten Katastrophen am stärksten die Ärmsten der Ärmsten. Jene Bevölkerungsschicht, die sich selbst nicht helfen kann. So auch bei der Jahrhundertflut in Pakistan. Die größten Schäden finden wir in Dörfern, deren Bewohner ihre Hütten nur aus Stroh und Lehm bauen konnten.

Krank werden vor allem die Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser mehr haben. Ihre Brunnen wurden unter Schlamm und Schlick begraben. Vielen Bauern und ihren Familien fehlt auf längere Sicht die Eigenversorgung und das Einkommen. Ihre Ernte ist durch das viele Wasser verdorben.

Darüber hinaus spült der anhaltende Regen den Besitz mehrere Millionen Menschen fort. Sie rennen dem Flusslauf nach, um Geschirr und Kleidung am Ufer wiederzufinden. Etwas Neues können sie sich nicht leisten. Millionen von Menschen flüchten noch immer aus ihren zerstörten Dörfern.

Bewohner der Dörfer suchen ihre Habseligkeiten zusammen, die von den Wasserströmen kilometerweit davongespült wurden. Foto: humedica/Judith Kühl

Tausende zelten auf dem Mittelstreifen einer sechsspurigen Autobahn zwischen Peshawar und Islamabad, um Essen, Wasser oder Geld von Vorbeifahrenden zu bekommen. Kinder rennen unvorsichtig über die Autobahn und werden angefahren. Tausende übernachten auf einem der größten Friedhöfe Asiens, weil es dort weitestgehend trocken ist. Die Lage bleibt katastrophal, besonders für die Ärmsten.

Wer arm ist, kann sich auch keinen Arzt leisten. Wer krank oder verletzt ist, schafft den weiten Weg zum nächsten Krankenhaus meist nicht. humedica ist mit seiner mobilen Klinik bei jenen Menschen, die schnell versorgt werden müssen. Bei denen, die kein Geld für Medikamente haben.

Die Hilfe kommt an. Bei der 20-jährigen Saima, deren Augen vom verdreckten Wasser entzündet sind. Bei dem kleinen Ahmad, dessen Insektenstich am Fuß entzündet ist. Bei der Großmutter Naila, die Schmerzen in der Brust hat. Ihre Familien danken unseren Ärzten herzlich für die Behandlungen.

Diesen Dank geben wir an Sie, liebe Spender, weiter. Danke, dass sie die Ärmsten der Armen in Pakistan nicht vergessen!

Ihre Judith"

Liebe Freunde von humedica. Bitte unterstützen Sie die Arbeit unserer medizinischen Teams in Pakistan auch weiterhin. Die Katastrophe hat eine Größenordnung, der wir ohne Ihre finanzielle Unterstützung nur schwer gerecht werden können.

Schicken Sie eine sms an die 8 11 90 mit dem Stichwort DOC und unterstützen uns mit 5 Euro, von denen 4,83 Euro in die Projektarbeit fließen. Spenden Sie über unser Onlineformular für die Flutopfer in Pakistan oder wählen die traditionelle Form der Überweisung auf folgendes Konto:
      humedica e.V.
      Stichwort „Fluthilfe Pakistan
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Vielen Dank!

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