ERDBEBEN IN HAITI: humedica-Ärzteteam unterwegs in Katastrophengebiet

von SRI, 14.01.2010

In diesen Stunden am heutigen Donnerstag, den 14. Januar 2010, befindet sich das humedica-Ersteinsatzteam im Anflug auf die Dominikanische Republik. So schnell wie möglich werden die acht Helfer dann nach Port-au-Prince reisen, um den Betroffenen in ihrer großen Not zur Seite stehen zu können.

Gegen 2 Uhr in der Früh am Donnerstag startete das humedica-Team mit dem Ziel Frankfurt am Main. Nach einer Pressekonferenz am Flughafen startete die Maschine gegen 10 Uhr mit Ziel Santa Domingo in der Dominikanischen Republik. Inwieweit der internationale Flughafen der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince angesteuert werden kann, ist derzeit unklar, daher war der Umweg über den Nachbarstaat auf der Insel Hispaniola unvermeidlich.

Simone Winneg informierte die am Frankfurter Flughafen befindlichen Medienvertreter über den humedica-Einsatz im Katastrophengebiet. Screenshot: tagesschau.de

Die Weiterreise ins Katastrophengebiet wurde bereits vom humedica-Hauptquartier in Kaufbeuren organisiert. Per Email erreichten uns bereits erste Rückmeldungen von Mitarbeitern befreundeter Organisationen in Port-au-Prince, die das vermutete dramatische Ausmaß des Bebens bestätigen.

Roberta Anderson von CSI Haiti etwa schrieb: "Wir brauchen dringend Ärzte, die erfahren sind, um auch operative Eingriffe vornehmen zu können. Uns fehlt es an allem, an den einfachsten Mitteln, von Medikamenten ganz zu schweigen: Es gibt keine Schmerzmittel, keine Betäubungsmittel. Langsam bekommen wir auch ein Problem bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser."

In der humedica-Hauptzentrale wurden unterdessen bereits alle Vorbereitungen für ein drittes Ärzteteam getroffen, das Deutschland spätestens am kommenden Montagnachmittag verlassen wird. Darüber hinaus wurden weitere Hilfsgüterlieferungen, insbesondere medizinischer Bedarf, auf den Weg gebracht.

Leider können wir aufgrund unseres aktuellen Kenntnisstandes die Aussagen zahlreicher Experten in den Medien nur unterstreichen, die für Haiti eine Katastrophe mit apokalyptischem Ausmaß konstatieren. Bereits vor dem verheerenden Erdbeben war es schwierig, überhaupt von einer Infrastruktur in den unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Lebens zu sprechen. Heute sind die Menschen in Haiti gelähmt vor Schock, Schmerz und Trauer.

Unsere Einsatzkräfte werden ihr Bestes geben, um nicht nur schnell im Katastrophengebiet anzukommen, sondern dort auch konkret zu helfen. Wir möchten alle Menschen herzlich bitten, uns im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit einer gezielten Spende zu unterstützen.

humedica e. V.
Stichwort „Erdbeben Haiti"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

BITTE SPENDEN SIE AUCH ONLINE. Vielen Dank.

Schätzungen zu Folge sind rund drei Millionen Haitianer vom Erdbeben direkt betroffen; Experten rechnen mit tausenden Toten und noch mehr Verletzten. Foto: REUTERS/Eduardo Munoz

Der humedica-Einsatz wird gemeinsam mit der Kindernothilfe (Duisburg) realisiert und unterstützt von hoffnungszeichen e. V. und Apotheker helfen e. V. - Hilfswerk der bayerischen Apotheker.

Hinweis für Medienvertreter: Das Einsatzteam steht bei Interesse für Telefon- und Live-Interviews zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an humedica-Pressesprecher Steffen Richter.

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