ERDBEBEN IN HAITI: Ermutigende Nachrichten zwischen den Schreckensmeldungen

von Simone Winneg/Ruth Bücker, 20.01.2010

Koordinatorin Simone Winneg (Kaufbeuren) hat aus Katastrophengebiet erneut einen Bericht schicken können: „Mal etwas Positives zwischen dem großen Leid und vielen Schreckensmeldungen.“

Den humedica-Mitarbeitern geben Patienten, deren körperliche Verletzungen gut heilen, auch Kraft intensiv weiter zu helfen. Foto: humedica/Simone Winneg

„Die kleine Sulvana ist eineinhalb Jahre alt und kuriert in unserer Klinik ihren Oberschenkelbruch aus. Es geht ihr bedeutend besser und sie kann wieder lachen und singen. Sie zu sehen und wie es ihr immer wieder geht, gibt uns Hoffnung und motiviert ungemein.

Eine wunderbare Spende hat uns heute im Krankenhaus erreicht: nachdem wir am Samstag Vertreter von World Vision der Dominikanischen Republik kennenlernen durften und sie unsere Arbeit und die Herausforderungen unserer Situation mitbekommen haben, zeigten sie sich wahnsinnig interessiert daran, uns zu helfen.

Bestückt mit einer Liste von unseren Medizinern brachen sie wieder in ihre Heimat auf und kamen einen Tag später mit drei voll beladenen Geländewagen zurück.

Sie brachten uns Binden, Kompressen, Infusionen, Gips und Wolle, Spritzen, Medikamente, aber auch ganz spezielle Dinge wie Operationsmaterial, Bettpfannen, Schienen und allgemeines Therapie-Material für die Nachbehandlung der schweren Knochenbrüche und Verletzungen, die wir hier leider täglich zu Gesicht bekommen.

Patienten werden im Freien untergebracht , da die räumlichen Räumlichkeiten zur Behandlung und Unterkunft nicht ausreichen. Foto: humedica/Simone Winneg

Es ist gut zu sehen, dass die internationale Hilfe hier Hand in Hand läuft, dass viele Organisationen den Menschen helfen wollen und ihre Bemühungen gemeinsam machen und nicht jeder sein eigenes Süppchen kochen will.

Mit Spannung warten wir natürlich auf die Ankunft des nächsten, großen Teams. Mal wieder kommen die Systeme an ihre Grenzen: viele Menschen und Organisationen und Hilfsgüter wollen jetzt auf dem Landweg über die Grenze und verstopfen alle Zufahrtsstraßen nach Haiti – stundenlange Wartezeiten und Staus sind die Folge.

Solche Meldungen erreichen uns von überall und anscheinend hat es auch unser Team erwischt. Wir warten auf jeden Fall wie auf heißen Kohlen auf das neue Team, die unsere Kapazitäten verstärken werden.

Wir sind alle super froh, dass wir die Möglichkeit haben, das zu tun, was wir tun. Wir sind glücklich, dass wir humedica auf der Fahne stehen haben und uns ein so super engagiertes Team im Headquarter unterstützt.

Alles Liebe und Gute von eurer
Simone und dem gesamten humedica-Team in Haiti“

humedica bittet die Bevölkerung in Deutschland auch weiterhin dringend um konkrete Unterstützung für alle geplanten Hilfsmaßnahmen in Form von Spenden auf das folgende Konto:
      humedica e. V.
      Stichwort „Erdbeben Haiti"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

BITTE SPENDEN SIE AUCH HIER ONLINE. Vielen Dank.

Erschöpft, aber doch immer noch voller Mut und Motivation: Dr. Irmgard Harms und Prof. Dr. Dr. Bernd Domres. Foto: humedica/Simone Winneg

Die Hilfsmaßnahmen in Haiti werden in enger Zusammenarbeit mit der Kindernothilfe (Duisburg), World Vision (Friedrichsdorf) und Bild hilft - Ein Herz für Kinder (Hamburg) umgesetzt. Unsere Bemühungen werden darüber hinaus unterstützt von der AIR BERLIN GROUP (Berlin), GAiN Germany e. V. (Gießen), Skandinavische Kindermission, hoffnungszeichen e. V. (Singen), Apotheker ohne Grenzen Deutschland e. V. und Apotheker helfen - Hilfswerk der Bayerischen Apotheker (München). Auch an dieser Stelle vielen Dank für jede Form der Unterstützung und die hervorragende Zusammenarbeit.

Hinweis für Medienvertreter: Das Einsatzteam in Haiti steht für Telefon- und Live-Interviews zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an humedica-Pressesprecher Steffen Richter.

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