ERDBEBEN IN CHILE: humedica-Einsatzteam erreicht Katastrophengebiet

von SRI, 02.03.2010

Drei Tage nach dem schweren Erdbeben in Chile kann man davon ausgehen, dass die Auswirkungen der Katastrophe insbesondere im Land selbst unterschätzt wurden. Die Zahl der bestätigten Opfer steigt weiter, die der Menschen, die oft ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben, ebenso.

Einsatzteam und Medi-Kit wurden freundlicherweise problemlos von den involvierten Fluggesellschaften nach Chile gebracht. Foto: humedica/Wolfgang Groß

Unterdessen hat das sechsköpfige Helferteam von humedica gemeinsam mit Jürgen Schübelin von der Partnerorganisation Kindernothilfe e. V. (Duisburg) Santiago de Chile erreicht und befindet sich zurzeit auf der Weiterfahrt zum endgültigen Einsatzort nahe Concepcion.

Offiziell sprechen die chilenischen Behörden von 723 Toten. Angesichts der verheerenden Verwüstungen an weiten Teilen der rund 4000 Kilometer langen Küste Chiles gehen Experten jedoch von einem zeitnahen Anstieg der Opferzahlen aus. Nur langsam scheint das komplette Ausmaß der Katastrophe zu offenbaren.

Gemeinsam mit Jürgen Schübelin von der Organisation Kindernothilfe e. V. hatte das humedica-Einsatzteam die Hauptstadt Santiago bereits am Montag erreicht.

„Wir haben keinen umfassenden Überblick, aber es sind schon deutliche Schäden zu sehen“, berichtete humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß telefonisch aus Santiago. „Der Flughafen hier ist weiterhin offiziell gesperrt, es ist nur noch eine von fünf Landebahnen intakt“.

Nach aktuellem Stand der Dinge werden die deutschen Helfer zunächst in einem kleinen Krankenhaus in Lota, unweit von Concepcion, eingesetzt. Mittlerweile liegen humedica und der Kindernothilfe auch offizielle Einladungen mit der Bitte um Hilfe von der evangelisch-lutherischen Kirche Chiles (IELCH) vor.

Die Ausmaße des starken Bebens sind massiver als zunächst angenommen. Foto: Reuters

Die Kirche unterhält im Land das Gesundheitsprogramm EPES, das humedica gemeinsam mit der Kindernothilfe ebenfalls praktisch unterstützen wird. Grundsätzlich gilt es hervorzuheben, dass die Zusammenarbeit mit der Organisation hervorragend funktioniert und ein hohes Maß an Effizienz bei diesem Einsatz zu erwarten ist.

Auch die freundliche Unterstützung durch die Fluggesellschaften Lufthansa und LAN Chile, sowie die der Zollbehörden in Argentinien und Chile ist unbedingt erwähnenswert. „Wir sind überall auf große Dankbarkeit für unseren Einsatz gestoßen“, bestätigte Wolfgang Groß am Dienstag.

Zu einem sehr traurigen Zwischenfall direkt im Erdbebengebiet, nahe Concepcion, kam es am Montag, als ein Kleinflugzeug mit Helfern der Organisation Hogar de Christo abstürzte. Sechs Menschen, die gekommen waren, um Menschen in Not zur Seite zu stehen, verloren ihr Leben.

humedica bittet die Menschen in Deutschland um eine gezielte Spende zur Unterstützung der Hilfsmaßnahmen in Chile auf das Konto:

humedica e. V.
Stichwort „Erdbeben Chile"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

BITTE SPENDEN SIE AUCH HIER ONLINE. Vielen Dank.

Jürgen Schübelin (links) von der Kindernothilfe e. V. (Duisburg) und Wolfgang Groß vor ihrem gemeinsamen Abflug aus Haiti. Foto: humedica

HINWEIS FÜR MEDIENVERTRETER: Das Einsatzteam Chile steht, abhängig von der technischen Infrastruktur, zeitweise für Telefon- und Live-Interviews zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an humedica-Pressesprecher Steffen Richter.

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