EILMELDUNG: Starkes Nachbeben verursachte massive Schäden an Klinik - Patienten evakuiert - humedica-Einsatzteams unverletzt

von Ruth Bücker, 20.01.2010

Der Schreck war groß als uns die Meldung über ein erneutes Erdbeben in Haiti erreichte. Zunächst hatten wir die Information, dass unsere Teams wohlauf seien und auch die Gebäude weitgehend unzerstört; mittlerweile berichtete Koordinatorin Simone Winneg, dass die "Klinik der Hoffnung" starke Schäden davon getragen hat und Einsturz gefährdet ist; die Patienten wurden alle evakuiert.

Aufgrund des starken Nachbebens mussten alle stationär aufgenommen Patienten evakuiert werden. Die Situation hat sich dramatisch verschärft. Foto: humedica/Jens Großmann

"Wir wurden sehr unsanft geweckt", erzählte Simone Winneg am Satellitentelefon. "Die Erde bebte sehr stark, aber glücklicherweise waren wir alle schnell genug im Freien." Das Ausmaß des Nachbebens für das "Krankenhaus der Hoffnung konnte die Koordinatorin zu diesem Zeitpunkt nicht abschätzten, da die Einsatzkräfte in einer nahe gelegenen Schule untergebracht sind.

Nur kurze Zeit später erreichte uns allerdings ihre Nachricht, ebenfalls per Telefon, dass die Klinik teilweise zerstört sei, in jedem Fall aber durch die neuerlichen, massiven Erschütterungen stark Einsturz gefährdet. Alle stationär aufgenommen Patienten mussten umgehend evakuiert werden und befinden sich nun zum Teil in Zelten, zum Teil unter freiem Himmel.

Dieses Nachbeben mit der Stärke 6.1 auf der Richterskala hat die Situation im Einsatzbereich unserer Teams massiv verschärft und nach ersten allgemeinen Rückmeldungen wohl auch in Port-au-Prince für weitere Zerstörungen gesorgt.

Immerhin hat das 16 medizinische Einsatzkräfte umfassende, dritte Team von humedica Port-au-Prince erreicht. Wir rechnen aktuell mit einem Zusammentreffen aller Helfer. Positiv ist auch, dass mit dem Eintreffen der Verstärkung auch weitere Hilfsgüter im Katastrophengebiet verfügbar sind, darunter dringend benötigte Medikamente oder auch Verbandsmaterialien.

humedica bittet die Bevölkerung in Deutschland auch weiterhin dringend um konkrete Unterstützung für alle geplanten Hilfsmaßnahmen in Form von Spenden auf das folgende Konto:
      humedica e. V.
      Stichwort „Erdbeben Haiti"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

BITTE SPENDEN SIE AUCH HIER ONLINE. Vielen Dank.

Die Hilfsmaßnahmen in Haiti werden in enger Zusammenarbeit mit der Kindernothilfe (Duisburg), World Vision (Friedrichsdorf) und Bild hilft - Ein Herz für Kinder (Hamburg) umgesetzt. Unsere Bemühungen werden darüber hinaus unterstützt von der AIR BERLIN GROUP (Berlin), GAiN Germany e. V. (Gießen), Skandinavische Kindermission, hoffnungszeichen e. V. (Singen), Apotheker ohne Grenzen Deutschland e. V., Deutsches Institut für Katastrophenmedizin (Tübingen) und Apotheker helfen - Hilfswerk der Bayerischen Apotheker (München). Auch an dieser Stelle vielen Dank für jede Form der Unterstützung und die hervorragende Zusammenarbeit.

Hinweis für Medienvertreter: Das Einsatzteam in Haiti steht für Telefon- und Live-Interviews zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an humedica-Pressesprecher Steffen Richter.

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