Cholera in Haiti: humedica behandelt bereits seit Freitag – weitere Einsatzteams in Vorbereitung

von Caroline Klein/SRI, 23.10.2010

Die bisher vom haitianischen Gesundheitsministerium bestätigte Bilanz von rund 200 Toten ist für sich genommen bereits eine tragische Nachricht; angesichts kürzester Zeiträume vom vermuteten Ausbruch der Cholera bis zu diesen Todesfällen und insgesamt wohl mehr als 2000 Erkrankten braucht das Land dringend konkrete Hilfe. Das Gesundheitsministerium hat den sanitären Notstand ausgerufen.

Cholera ist unbekämpft eine lebensgefährliche Bedrohung für alle Menschen; schnell trifft es allerdings immer Kinder, alte und schwache Menschen. Hier bekommt ein Baby in Drouin eine Infusion. Foto: humedica

Ein eigentlich in Port-au-Prince befindliches humedica-Team unter Leitung der erfahrenen Ärztin Irmgard Harms (Hindelang) konnte bereits am Freitag im Krankenhaus in Drouin (Region Saint- Marc) erste Patienten behandeln.

„Wir haben rund 40 Patienten sehen können“, berichtet Koordinatorin Caroline Klein, „leider lagen bereits zwei Menschen tot im Vorgarten der Klinik.“ Die Einsatzkräfte hätten viele Infusionen legen müssen, zum Teil in die Füße der Menschen. Eine definitiv wachsende Zahl an Patienten sucht Hilfe in den Gesundheitsstationen der Region Saint-Marc.

Die wiederum sind mit diesem Ansturm überfordert und verfügen noch nicht über die nötige Ausstattung an Medikamenten und medizinischem Bedarf, um die Epidemie wirksam zu bekämpfen.

„Zum Teil haben wir Lieder gesungen, um die Kinder zu beruhigen“, schreibt Koordinatorin Caroline Klein weiter. „Leider konnten wir einen 35jährigen trotz intensiver Bemühungen unserer Ärztin Irmgard Harms nicht mehr retten.“

Noch am Samstag liefen bei humedica die Vorbereitungen zum Einsatz weiterer Teams in Haiti. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Cholera nicht auf die anderen Teile des Landes ausweitet, etwa auf die noch immer partiell zerstörte Hauptstadt Port-au-Prince.

Innerhalb des humedica-Teams in Haiti waren die Planungen für den Hilfseinsatz am heutigen Tag aufgrund der Zeitverschiebung noch nicht abgeschlossen. Neben Drouin kommt auch Desdunes in Frage, das nach Auskunft von Koordinatorin Caroline Klein noch keine Hilfe von Organisationen erhalten habe.

humedica bittet die Menschen in Deutschland um eine gezielte Spende zur Unterstützung der Cholerabekämpfung unserer ehrenamtlichen Kräfte auf das Konto:

humedica e. V.
Stichwort „Cholera Haiti"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

Möglich ist auch eine direkte Unterstützung über unser Online-Formular.

Sicher, schnell und direkt ist die Möglichkeit der sms-Spende: Textmitteilung mit Stichwort DOC an die 8 11 90. Von den damit gespendeten 5,- Euro fließen 4,83 direkt in die humedica-Katastrophenhilfe.

Unvorstellbare Zustände im Krankenhaus von Drouin in der Region Saint-Marc. Foto: humedica/Caroline Klein

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