Aschewolke beeinflusst auch die humedica-Arbeit - Internationale Delegationen sitzen fest

von SRI, 20.04.2010

Die durch einen Vulkanausbruch auf Island verursachte Aschewolke beeinflusst als Thema Nummer eins dieser Tage auch die Arbeit von humedica maßgeblich. Gleich zwei Delegationen sitzen in der Kaufbeurer Hauptzentrale fest, eine Mitarbeiterin kann nicht nach Afrika ausreisen.

Eigentlich wollten Dr. Dennis Datta und Mark Halder nach ihrer Stippvisite in Kaufbeuren bereits am Samstag nach London weiterfliegen. Der humedica-Besuch von Projektpartner Koinonia aus Bangladesch war zu einem Arbeitsbesuch ins Allgäu gekommen.

Mark Halder (links) und Dr. Dennis Datta warten in Kaufbeuren auf eine Möglichkeit der Weiterreise. Foto: Franziska Baur

Das seit zwei Tagen permanent verlängerte Flugverbot für den deutschen Luftraum verhinderte jedoch alle Reiseplanungen der beiden Helfer. Vielleicht geht es nun am Dienstag weiter, geändert hat sich in jedem Fall das Transportmittel:

„Wir müssen noch nach Brüssel und ich denke, dass wir diesen Termin sehr bodenständig mit dem Auto ansteuern“, scherzt Mark Halder im Gespräch. „Aber durch die Verzögerung haben wir die Gelegenheit, etwas mehr Zeit in dieser schönen Region zu genießen“.

Ähnlich gelassen sieht Dave Johnson seinen unfreiwillig verlängerten Aufenthalt in Kaufbeuren. Der gebürtige Amerikaner, der gemeinsam mit seiner Frau Cindy die humedica-Projektarbeit im Kosovo leitet, mag das Allgäu und insbesondere die kulinarischen Vorzüge der Region.

„Ich werde die Zeit nutzen und Schweinshaxen essen“, erzählt er lachend. Für Alban Bytyci, den dritten Gast aus dem Kosovo stand bereits der Gang zur Ausländerbehörde an, sein Besuchervisum war abgelaufen.

Auch Markus Trinkwalder von der Behörde in Kaufbeuren nahm die Angelegenheit mit Humor: „Ich warte schon seit heute Morgen darauf, dass Besucher auftauchen, die wegen der Vulkanasche nicht nach Hause zurückkehren können und eine Fristverlängerung benötigen“.

Bedauerlicher sind die Verzögerungen im Falle der Koordinatorin Simone Winneg, die im Niger erwartet wird. In der dortigen Kleinstadt Kollo unterhält humedica unter anderem auch eine Klinik, die bereits vor mehr als einem Jahr in Betrieb genommen wurde.

Die Bauarbeiten an einem zusätzlichen Bettentrakt sind seit wenigen Tagen abgeschlossen und Simone Winneg wird als Projektleiterin und Organisationstalent dringend benötigt, um auch das neue Gebäude in den Arbeitsalltag zu integrieren.

„Wir hoffen, dass die Wolke verschwindet und die Behörden den Flugbetrieb wieder freigeben“, erklärt humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß. Bei weiteren Verzögerungen könnten auch andere Arbeitsbereiche betroffen sein.

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