Zweites Ärzteteam in Bangladesch: Noch immer Gebiete unerreicht

von Dr. Anja Fröhlich/Michal Becker/SRI, 27.06.2009

Mittlerweile sind wir schon wieder fast am Ende unseres Einsatzes im betroffenen Gebiet. Im Vergleich zum ersten Team hat sich die Zahl der akut bedrohten Patienten verringert, dafür steigt der Anteil der Menschen mit durch Wasserverschmutzung bedingten Krankheiten.

Insgesamt konnten die beiden humedica-Ärzteteams weit mehr als 1000 Patienten in Bangladesch behandeln. Foto: humedica/Dr. Anja Fröhlich/Michal Becker

Noch immer gibt es Gebiete, die nach dem verheerenden Zyklon "Aila" bisher keinerlei medizinische Hilfe erreicht hat. Vor wenigen Tagen erreichten wir ein sehr abgelegenes Gebiet, das nur nach zweistündiger Motorbootfahrt und anschließender halbstündiger Weiterfahrt in einem nicht motorisierten Boot zu erreichen war.

Auch hier sehen wir kaum noch akut Erkrankte, dennoch leiden die Menschen sehr an Durchfallvariationen, Hauterkrankungen und auch Atemwegsinfekten. Die Patienten dort haben durch den Zyklon alle ihre Besitztümer verloren und leben weiterhin zum Teil auf den noch verbliebenen Deichen.

Die ehemaligen Dörfer sind komplett verschwunden, und immer noch steht das Wasser auf den Feldern. Die Rekonstruktion der Dämme kann erst nach Ende der Regenzeit im Oktober beginnen.

Durch den hohen Salzgehalt des Wassers ist zu befürchten, dass in der Hauptanbauzeit ab Juli kein Reis wird angebaut werden können. Die Folgen für die sowieso schon sehr armen Menschen sind unabsehbar.

Wir konnten weit mehr als 500 Patienten behandeln. Zuletzt arbeiteten wir in der Gegend um Korya, wo auch das erste humedica-Einsatzteam bereits aktiv war.

Vielen Dank an alle Spender, Freunde und Förderer. Bitte vergessen Sie auch weiterhin nicht die Menschen in Bangladesch.

Ihre
Michal Becker und Dr. Anja Fröhlich

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