humedica-Vorstand zu Gesprächen in Afrika

von Lothar Rühl/SRI, 26.11.2009

humedica-Vorstandsmitglied Georg Müller hat in Afrika Kontakte zu Staatsmännern aufgenommen. Im Rahmen einer Delegation der Stiftung Grundwerte und Völkerverständigung hat Müller als Vorstandsmitglied an einer Reise durch Togo, Benin, die Republik Kongo und Demokratischen Republik Kongo teilgenommen.

Togos Präsident Faure Gnassingbé (rechts) nahm Rudolf Decker, Georg Müller und Dr. Andreas Jahn in die togolesische Ehrenlegion auf (von rechts). Foto: humedica/privat

Zur Delegation gehörten der ehemalige baden-württembergische Landtagsabgeordnete und Stiftungsvorsitzende Rudolf Decker (Böblingen) sowie dessen Stellvertreter, Dr. Andreas Jahn. Die Stiftung lädt regelmäßig Botschafter in Berlin sowie deutsche Politiker und Vertreter von Verbänden zu Gebetsfrühstücks-Treffen ein.

Die dreiköpfige deutsche Reisegruppe wurde in den drei zentral- und westafrikanischen Staaten von hohen Staatsmännern empfangen. Sie führten Unterredungen mit dem Präsidenten des Staates Benin, Thomas Boni Yayi.

Außerdem mit dem Präsidenten von Togo, Faure Gnassingbé, und dem ehemaligen Vizepräsidenten der Republik Kongo, Azarias Ruberwa. Gnassingbé empfing die deutschen Besucher wie Staatsgäste mit einer Militärkapelle. Zudem zeichnete er Decker, Müller und Dr. Jahn als Mitglieder der Ehrenlegion aus.

In allen vier Staaten hat humedica bereits Hilfsaktionen durchgeführt. Bei den Gesprächen ging es auch um die Gesundheitspolitik in diesen Ländern, wo sich Müller, Decker und Dr. Jahn auch mit den Gesundheitsministern und weiteren Vertretern dieser Behörden trafen.

Die Minister gaben Müller Grüße und eine Einladung in ihr Land mit an den neuen Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP). Die afrikanischen Staaten stünden vor anderen Herausforderungen als die Länder Europas, so Müller. In der Demokratischen Republik Kongo liege die durchschnittliche Lebenserwartung bei 51 Jahren und 40 Prozent der Bevölkerung sei unter 18 Jahren.

Georg Müller unterhält eine eigene Praxis nahe der hessischen Kleinstadt Wetzlar. Foto: humedica/privat

Für das Land mit 56,5 Millionen Einwohnern gebe es lediglich 450 Krankenhäuser. In Togo komme auf 11.000 Einwohner nur ein Arzt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert, dass pro 10.000 Einwohner mindestens 25 Ärzte und medizinisches Personal zur Verfügung stehen sollten, um die Versorgung abzusichern.

Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Lebenserwartung von Männern bei 75 und von Frauen bei 82 Jahren. Für die Gesamtbevölkerung von 82,3 Millionen Einwohnern stehen 307.600 Ärzte zur Verfügung.

Müller möchte mit humedica im Rücken Partnerschaften zwischen Krankenhäusern in Deutschland und Afrika vermitteln. Die Lahn-Dill-Kliniken (Hessen) und auch das Kreiskrankenhaus Freiberg in Sachsen haben bereits Interesse an solchen Beziehungen bekundet.

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