Wenn alle zusammen anpacken - Versorgungshilfe bringt dringend benötigte Spenden nach Simbabwe

von Ruth Bücker, 24.09.2009

In verschiedenen Ländern entwickelte sich im Anschluss an Katastropheneinsätze eine langfristige Unterstützung durch humedica. So auch im afrikanischen Simbabwe: Anfang des Jahres war humedica aufgrund einer Cholera-Epidemie im Land mit einem Team vertreten und versendet bis heute weitere Hilfsgüter.

Die humedica-Mitarbeiterinnen Heidi Nicklin und Rosalyn Hoppe koordinierten in Simbabwe die Ankunft der Versorgungsgüter, wobei sie sich neuen Herausforderungen gegenüber sahen.

Die Versorgungshilfe ist einer der wichtigsten Arbeitsbereiche von humedica überhaupt. Ganz gleich ob Medikamente, Verbandsstoffe, Hygiene- und Pflegemittel, Inventar für Hospitäler oder Lebensmittel: benötigte Waren werden als Flugzeugladung, Schiffsfracht oder mit Hilfe von Lastwagen dorthin gebracht, wo die Hilfe benötigt wird.

Zusammen mit lokalen Helfern werden die benötigten Medikamente verteilt. Foto: humedica

humedica-Mitarbeiter kümmern sich in den jeweiligen Ländern zusammen mit lokalen Helfern darum, die Ladungen in Empfang zu nehmen, zu sortieren und anschließend an Krankenhäuser, Kinder- oder Altenheime zu verteilen. Ganz ohne Schwierigkeiten läuft dies aber nicht immer ab, wie Heidi Nicklin nach ihrer Rückkehr nach Deutschland erzählte. Von April bis September 2009 war sie für humedica in Simbabwe tätig.

Nur wenige Tage blieben den humedica-Mitarbeiterinnen in dem für sie neuen Land, bevor die ersten Container mit Hilfsgütern Simbabwe erreichten und der Einsatz der beiden Frauen gefragt war.

In Deutschland wurden die beladenen Container zunächst mit Hilfe eines Krans ohne Probleme auf die Transportschiffe verladen. In Simbabwe gestaltete sich dies dagegen schwieriger: die Container waren im beladenen Zustand für die hiesigen Geräte zu schwer.

Ursprünglich war die Ankunft der Hilfsgüter bereits für Februar 2009 geplant. Aufgrund Komplikationen während des Transportes verschob sich das Eintreffen der voll bepackten Container allerdings auf April und stellte auf diese Weise gleich einen Willkommens-Gruß für die beiden Frauen dar.

Bis in die letzten Ecken mit gespendeten Medikamenten, Kleidung und medizinischem Zubehör bepackt, kamen die ersten Hilfsgüter unversehrt an ihrem Ziel an, was sicherlich auch der guten Packweise und somit der Vorarbeit der humedica-Mitarbeiter in Kaufbeuren zuzuschreiben ist.

Hand in Hand wird bis in die Nacht hinein gearbeitet, um die Medikamente wieder in den Container zu laden. Foto: humedica

Aus diesem Anlass musste zunächst der gesamte Inhalt der Container ausgeladen werden. Im entladenen Zustand konnte er vom Lastwagen gehoben und anschließend mit den Gütern wieder beladen und sortiert werden. Bis dies zusammen mit der Unterstützung lokaler Mitarbeiter vollbracht war, dämmerte es bereits und die letzten Einräum- und Sortierarbeiten wurden im Dunkeln vorgenommen. "Das war echt eine Herausforderung. Aber zusammen haben wir das alles gut geschafft und es war sehr spannend", so Heidi Nicklin.

Bei dieser ersten Hilfsgüterlieferung handelte es sich um gespendete Kaufcontainer die es ermöglichten, sie nach ihrer Ankunft als Lagerraum weiter zu verwenden. In den meisten Fällen aber werden die Container lediglich für den Transport verwendet und dienen nach dem Entladen weiteren Ladungen als Transportmittel, wie es bei einer weiteren Lieferung war, deren Ankunft Heidi und Rosalyn koordinierten.

Der Container enthielt neben Pflege- und Hygieneartikeln eine große Menge an gespendeten Arzneimitteln gegen Magen-/ Darmerkrankungen, bei denen das Entladen schneller und routinierter vonstatten ging als bei der Ankunft der ersten Hilfsgüter.

Erst im Juli dieses Jahres wurde ein weiterer Container mit Arzneimitteln und dringend benötigten Sachspenden im Wert von über 260.000 Euro nach Simbabwe versendet, der Mitte September sein Ziel unversehrt erreichte und die Situation vieler Menschen direkt und unmittelbar verändern wird.

Die Hilfe kommt da an, wo sie benötigt wird: ein lokaler Mitarbeiter entlädt einen Lastwagen mit Hilfsgütern. Foto: humedica

Diese gezielte Unterstützung ist nur dank selbstloser Spenden möglich. Nahezu alle Hilfsgüter werden von Firmen oder Institutionen gespendet. Vor allem die deutsche Pharmaindustrie beteiligt sich seit 30 Jahren durch großzügige Arzneimittelspenden an unseren Hilfsmaßnahmen. Gelebte, gezielte Unterstützung, für die wir bei humedica und die vor allem die Empfänger der Hilfe sehr dankbar sind.

Wir bitten Sie, liebe Freunde und Förderer, uns durch eine gezielte Spende auch weiterhin bei der Finanzierung der Transportkosten zu unterstützen:
       humedica e. V.
       Stichwort "Frachtkosten"
       Konto 47 47
       BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

oder auch online über folgenden Link. Vielen herzlichen Dank für jede Form der Unterstützung.

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