Überschwemmungen in Namibia - Koordinatoren berichten von ihren Eindrücken

von GBR/JSI/SRI, 06.04.2009

Wasser, so weit das Auge reicht: Die Region Caprivi im Norden Namibias steht weitgehend unter Wasser. Foto: humedica/JSI_GBR

Seit Wochen andauernde starke Regenfälle haben in mehreren Ländern im Süden Afrikas zu schweren Überschwemmungen geführt. In Namibia sind mehrere Regionen betroffen: Die Flüsse Chobe, Kavango und Sambesi führen Hochwasser, was zur Folge hat, dass unter anderem rund 20.000 Gebäude zerstört wurden. humedica bereitet Hilfsgüterverteilungen vor, zwei Koordinatoren berichten von ihren Eindrücken.

Obwohl diese Regionen eine alljährliche Regenzeit gewohnt sind und leider auch Überschwemmungen nichts Ungewöhnliches sind, so erreicht der diesjährige Wasserpegel doch Rekordwerte - mit zum Teil schlimmen Konsequenzen für die betroffenen Anwohner.

Es sind die schwersten Überschwemmungen seit über 40 Jahren, von denen neben Namibia auch Angola, Sambia, Botswana und Mosambik betroffen sind. Zahlreiche Straßen und Brücken wurden zerstört. Teilweise wurden ganze Ortschaften von Wassermassen eingeschlossen und sind nun nur noch per Boot zu erreichen.

Viele Menschen waren gezwungen ihr Zuhause zurück zu lassen und leben nun in provisorischen Camps. Etliche Schulen und Krankenhäuser mussten geschlossen werden. Die Überschwemmungen haben starke Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem. Auch zahlreiche Tiere sind nun in ihrem Lebensraum bedroht.

Rund eine halbe Million Menschen sind von der Katastrophe direkt betroffen. Viele müssen nun in provisorischen Camps leben. Foto: humedica/JSI_GBR

Es gab bereits einige Fälle von Krokodilen, die im Zuge der überlaufenden Flüsse bis an den Stadtrand vorgedrungen sind. Mindestens ein Mensch wurde dabei bereits von einem Krokodil getötet. Dramatisch gestaltet sich die Situation um zerstörte Ernten, sodass die Versorgung mit Nahrungsmitteln in den nächsten Monaten sehr knapp werden wird und zum Teil jetzt schon ist.

humedica hat durch eine umfangreiche Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland (Berlin) ein Projekt in der besonders stark betroffenen Region Caprivi, im Nordosten Namibias, gestartet. Insbesondere den Menschen, die ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben, wird bereits in den kommenden Tagen durch die Verteilung verschiedener Hilfsgüter geholfen werden.

Die Bevölkerung in Namibia braucht dringend unsere Unterstützung. humedica bittet die Bevölkerung in Deutschland daher um konkrete Hilfe in Form einer Spende auf das Konto:

humedica e. V.
Stichwort "Namibia"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

Bitte spenden Sie auch online für die Flutopfer in Namibia. Vielen herzlichen Dank für jede Form der Unterstützung.

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