Simbabwe: Zwei neue humedica-Koordinatorinnen auf dem Weg

von Judith Kühl, 01.04.2009

Kurz vor dem Abflug ins Abenteuer: Zwischen Vorfreude und Bauchkribbeln bereiteten sich die humedica-Koordinatoren Heidi Nicklin und Rosalyn Hoppe auf ihren Einsatz im südafrikanischen Simbabwe vor. In den nächsten sechs Monaten verteilen die Frauen dringend benötigte Medikamente und Hilfsgüter in zehn von humedica unterstützten Missionskliniken des von der Choleraseuche geplagten Landes.

Bereits im Februar wurden zehn Missionskrankenhäuser in der Region Manikaland von humedica versorgt. Doch die Krise im Land hält weiter an. Dringend warten die Menschen auf weitere Medikamente und Hilfsgüter.

Die Choleraseuche breitet sich seit Mitte 2008 weiter aus. Foto: humedica/Großmann

Die Mitte 2008 ausgebrochene Cholera-Epidemie wütet weiter; das Gesundheitssystem ist aufgrund der politischen Krise zusammengebrochen. "Einzig die Missionskrankenhäuser halten die Gesundheitsversorgung am Laufen", sagte Weihbischof Patrick Mutume vor einigen Wochen der Augsburger Allgemeinen.

Mit viel Vorfreude bereiteten sich Heidi Nicklin und Rosalyn Hoppe auf den Einsatz in Manikaland vor. Bis Mitte September soll die Grundversorgung der Patienten durch Lebensmittel und Medikamente wiederhergestellt werden; mobile Kliniken zum Einsatz kommen und medizinisches Personal sowie die Einheimischen im Kampf gegen die Cholera und andere Erkrankungen geschult werden.

Erst vor zwei Tagen haben sich die Frauen zum ersten Mal gesehen. Ähnlich sind sie sich und doch unterschiedlich:

Heidi Nicklin ist in England geboren und in Asien aufgewachsen, lange bevor Rosalyn auf den Phillipinen geboren wurde. Während Rosalyn dann in Paderborn (Nordrhein-Westfalen) aufwuchs, studierte und arbeitete Heidi bereits in Süddeutschland. Ihr gemeinsamer Weg führt die beiden mutigen Frauen jetzt in das südliche Afrika.

Heidi Nicklin und Rosalyn Hoppe sind als humedica-Koordinatoren im Land aktiv. Foto: humedica

Für Heidi Nicklin ist Simbabwe der zweite Hilfseinsatz mit humedica. "Mich überzeugt nicht nur die Hilfe, die humedica leistet. Ich stehe auch hinter dem christlichen Ansatz von der Hilfe."

Rosalyn Hoppe ist zum ersten Mal für humedica unterwegs. Nach ihrem Studium der Sozialwissenschaften sammelt sie zurzeit Erfahrungen in der Entwicklungshilfe.

"Ich habe bereits verschiedene Nichtregierungsorganisationen kennengelernt. An humedica schätze ich die Größe. Nicht zu klein und nicht zu groß. Dadurch bekommt man gute Einblicke in die Projekte. Das überzeugt mich."

Auf die Frage, was die beiden in Simbabwe erwarten, antworten sie einstimmig: "Viel Arbeit." Erwartungsfrohes Lachen folgt prompt. "Vielleicht sieht es manchmal so aus, als ob unsere Hilfe nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, aber ich erwarte, dass wir so effektiv sind, dass es viele Tropfen werden", sagt Heidi.

"Wenn ich Simbabwe beobachte, dann ist die jetzige schlechte Situation im Land hoffentlich nur übergangsweise derart dramatisch", fügt Rosalyn an.

Über die weitere Entwicklung der konkreten Hilfe in Simbabwe und selbstverständlich auch über die Situation von Heidi Nicklin und Rosalyn Hoppe halten wir Sie auf dem Laufenden.

Spenden können auf folgendes Konto überwiesen werden:
humedica e. V.
Stichwort "Cholera Simbabwe"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

oder auch online über folgenden Link: Cholera Simbabwe.
Vielen herzlichen Dank für jede Form der Unterstützung.

HINWEIS: Dieses Projekt wird mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt. Vielen herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit und Hilfe.

Besonders kleinere Kinder sind dringend auf regelmäßige, medizinische Versorgung angewiesen. Foto: humedica/Großmann

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