Simbabwe: Erste Hilfslieferungen verteilt - Situation weiterhin schwierig

von Janika Simon/SRI, 12.01.2009

Seit Anfang Dezember arbeitet die Hamburgerin Janika Simon für humedica in Simbabwe. Einem Land, das zu den Ärmsten weltweit gehört und dessen Bewohner zudem mit einer Cholera-Epidemie kämpfen. Mittlerweile haben erste Hilfslieferungen, finanziert vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland, Simbabwe erreicht. Zeit für eine Zwischenbilanz der Koordinatorin.

Zehn Missionskrankenhäuser wurden mit dringend benötigten Hilfsgütern bestückt. Foto: humedica/Janika Simon

Die medizinische Versorgung in Simbabwe ist in fast allen Teilen des Landes mangelhaft. In Zusammenarbeit mit unserer lokalen Partnerorganisation CADEC (Catholic Develoment Commission) sind wir in der östlichen Region Manikaland tätig. Ziel unserer Arbeit ist die Wiederherstellung der medizinischen Grundversorgung in der Region durch Verteilung von Medikamenten, Verbrauchsmaterialien und Grundnahrungsmitteln zur Versorgung von unterernährten Kindern und unterernährten schwangeren Frauen an 10 Missionskliniken.

Durch die Einfuhr von 9 so genannten Medi-Kits sowie verschiedenen Lebensmittelnotrationen und Nahrungsergänzungsmitteln aus Deutschland soll das Projektziel erreicht werden. Ein solches Kit enthält Medikamente und medizinisches Material zur Versorgung von bis zu 10.000 Menschen über einen Zeitraum von 3 Monaten. Zusätzlich ist geplant, weitere Hilfsgüter vor Ort zu kaufen, um die gelieferten Waren durch Güter zu ergänzen, die speziell auf die Bedürfnisse der Bevölkerung im Osten Simbabwes zugeschnitten sind.

Unser geplanter Zeitrahmen wurde durch Zollschwierigkeiten leider etwas verzögert. Diese Zeit haben wir allerdings gut nutzen können, um den geplanten Workshop mit mindestens einem Vertreter aus jedem der zehn zu versorgenden Krankenhäuser vor Ort planen und durchführen zu können. In den meisten Fällen nahm jeweils die verantwortliche Oberschwester aus jedem Krankenhaus teil, denn nur zwei der Krankenhäuser verfügen überhaupt über einen Arzt.

Janika Simon organisierte Workshops für das Klinikpersonal. Schulungen sind wesentlicher Teil der Hilfe. Foto: humedica

Die aus Deutschland nach Simbabwe geflogenen Hilfsgüter wurden von der Hauptstadt Harare nach Mutare, wo CADEC ihren Hauptsitz hat, transportiert und dort zwischengelagert. Um eine zweckmäßige und effiziente Abholkation der Hilfsgüter zu gewährleisten, wurde beschlossen, jede Klinik in zwei Etappen zu beliefern. Eine erste Lieferung, die mittlerweile bereits an alle zehn Krankenhäuser erfolgt ist, enthielt sämtliches Equipment sowie eine Grundausstattung mit allen weiteren in der Hilfslieferung enthaltenen Gütern.

In einer zweiten Lieferung, die Ende Januar erfolgen soll, werden Medikamente, die in größerer Menge zur Verfügung stehen, nachgeliefert und damit die Krankenhausvorräte aufgestockt werden. Gleichzeitig hat dieser erneute Besuch vor Ort die wichtige Funktion, um sicherzustellen, dass die Hilfsgüter ihrem originären Zweck zugeführt werden. Außerdem sind von den Krankenhäusern die bis dahin geführten Statistiken abzuliefern.

Trotz einiger unvorhersehbarer Hindernisse konnten bisher entscheidende Schritte auf dem Weg zur Erfüllung des Projektziels erreicht werden. Die Hilfsgüter haben bereits zu einer wesentlichen Verbesserung der Ausstattung der 10 Missionskliniken als Grundlage für die medizinische Versorgung der Bevölkerung in Manikaland beitragen können.

Trotz erster Hilfsaktionen und der geplanten Projektarbeit wird unsere Hilfe weiterhin dringend benötigt, insbesondere auch zur Versorgung von Cholerapatienten. Bitte unterstützen Sie unseren Einsatz in Simbabwe mit einer gezielten Spende.

humedica e. V.
Stichwort "Simbabwe"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

Bitte spenden Sie auch online für die Menschen in Simbabwe. Vielen herzlichen Dank für jede Form der Unterstützung.

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