Simbabwe: Cholera greift weiter um sich - humedica bemüht sich um weitere Hilfe

von Janika Simon/Corinna Blume, 11.02.2009

Die Choleraepidemie in Simbabwe hält weiter an. 88 Prozent der Distrikte des Landes sind unmittelbar betroffen. Insgesamt wurden seit August vergangenen Jahres mehr 65.000 Fälle gemeldet. Mehr als 3000 Menschen starben bisher an der Seuche. Darunter viele Kinder.

Damit ist dies der größte Cholera-Ausbruch, den das moderne Simbabwe bisher erleben musste. Aufgrund der insgesamt instabilen ökonomischen und politischen Lage dieses südafrikanischen Landes, muss man von einer humanitären Krise sprechen.

Am stärksten betroffen von der Infektionskrankheit, die unbehandelt in bis zu 70 Prozent der Fälle tödlich endet, ist die Region um die Hauptstadt Harare. Doch auch die 10 Missionskliniken, die humedica in der östlichen Provinz Manikaland versorgt, melden jeden Tag neue Fälle.

In Kanistern muss das wertvolle saubere Trinkwasser zu den Patienten in den Krankenhäusern gebracht werden. Foto: humedica/Corinna Blume

Es fehlt den Kliniken an essenziellen Basismedikamenten und Verbrauchsmaterialien zur Versorgung der Patienten. Das Gesundheitssystem des Landes ist so gut wie zusammengebrochen. Es werden kaum noch Medikamente von staatlicher Seite ausgegeben.

Die Krankenhäuser halten sich also mit Hilfslieferungen über Wasser. In vielen Fällen müssen Menschen sterben, weil es einfach keine Medikamente zu ihrer Behandlung gibt oder der Transport in umliegende Krankenhäuser nicht möglich ist, da es an Sprit für die Ambulanzen fehlt.

Ärzte und Krankenschwestern erscheinen erst gar nicht mehr an ihrem Arbeitsplatz, da sie ihren Lohn nur in Zimbabwe-Dollar ausgezahlt bekommen. Aufgrund der Hyperinflation (nach Ungarn 1946 die zweitgrößte in der Menschheitsgeschichte) unter der das Land leidet, kann ihnen ihr Lohn von umgerechnet weniger als einem US-Dollar kein Überleben sichern.

In dieser Situation sind die von humedica belieferten Krankenhäuser zutiefst dankbar für die Spenden aus Deutschland. Mithilfe der von humedica durch Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland verteilten Kits konnte die Grundausstattung der Krankenhäuser wiederhergestellt werden.

Zusätzlich konnte humedica durch schnelle gezielte Hilfe die Kliniken mit Cholerakits versorgen und damit zahlreiche Menschenleben retten.

Cholera-Fälle in den von humedica versorgten Kliniken in Manikaland:

- St. Michael’s: 42 Fälle (6 Tote)
- St. Andrews: 57 (4 Tote)
- Mt. Melleray: 6 (3 Tote)
- Avilla: 35 (5 Tote)
- St. Teresa’s: 10 (1 Toter)
- St. Peters: 1053 Fällen (42 Tote)

Liebe Freunde und Förderer, liebe Interessierte, liebe Besucher: Bitte unterstützen Sie unsere medizinische Katastrophenhilfe in Simbabwe mit einer gezielten Spenden.

humedica e. V.
Stichwort "Cholera Simbabwe"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

Bitte spenden Sie auch online für unsere Arbeit für die Choleraopfer in Simbabweg. Vielen herzlichen Dank für jede Form der Unterstützung.

Sehr viele Kinder in Simbabwe hatten der Choleraseuche nichts entgegenzusetzen. Foto: humedica/Corinna Blume

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