Simbabwe: 10 Krankenhäuser mit Hilfsgütern versorgt

von Janika Simon, JKÜ, 27.02.2009

Seit Monaten leidet die Bevölkerung von Simbabwe unter der politischen und wirtschaftlichen Krise des südafrikanischen Staates. Der Zusammenbruch des Gesundheitssystems ist eine Folge davon. Die Cholera-Epidemie verstärkt seit Dezember 2008 die katastrophale Lage. humedica versorgt zehn Missionskliniken mit dringend benötigten Hilfsgütern.

Die medizinische Versorgung der Bevölkerung ist äußerst mangelhaft. In nahezu allen Regionen des Landes ist die Verfügbarkeit von Medikamenten eingeschränkt. In vielen Fällen geht das medizinische Personal nicht mehr zur Arbeit, da die Bezahlung von angemessenen Gehältern fehlt.

Zudem fehlt vielen Krankenhäusern die grundlegende medizinische Ausstattung. Damit steht die medizinische Infrastruktur in Simbabwe nahezu vor dem Kollaps.

Leidtragende sind vor allem die Menschen, die auf medizinische Versorgung angewiesen sind. Besonders, wenn es an finanziellen Mitteln fehlt. Viele Menschen können sich weder den Transport in eine der wenigen funktionierenden Kliniken leisten noch die Behandlung dort.

Unzählige Menschen brauchen medizinische Versorgung. Foto: humedica/Simon

Die Ende 2008 ausgebrochene Cholera-Epidemie hat die Notlage in Simbabwe massiv verstärkt. Mittlerweile sind in allen Provinzen des Landes Cholera-Fälle aufgetreten. Anfang Februar 2009 gab es bereits mehr als 65.000 Erkrankungen.

Etwa 3500 Menschen starben bisher. Durch entsprechende Medikamente könnte die bakterielle Infektionskrankheit gut behandelt werden.

Seit Ende 2008 versorgt humedica mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes zehn Missionskliniken in der östlichen Provinz Manikaland. Mit dringend benötigten Hilfsgütern wurde so die medizinische Grundausstattung wiederhergestellt.

Neben Lieferungen von Medikamenten wurden außerdem verschiedene Sorten spezieller therapeutischer Nahrung eingekauft. Diese Vorsorge für die Kliniken wurde aufgrund der wirtschaftlichen Krise und jahrelangen Dürreperioden getroffen. Damit können Hunger leidende Menschen im Falle von extremer Unterernährung versorgt werden.

humedica versorgt die Kliniken mit Medikamenten und Hilfsgütern. Foto: humedica/Simon

Im Gegensatz zu vielen staatlichen Kliniken in Simbabwe, sind die zehn von humedica versorgten Einrichtungen noch relativ intakt.

Da es sich um Missionskliniken handelt, sind alle medizinischen Dienstleistungen unentgeltlich. Ein Großteil der Angestellten sind Ordensschwestern, die zuverlässig am Arbeitsplatz erscheinen.

Die bisherigen Hilfslieferungen haben die Ausstattung der zehn Missionskliniken wesentlich verbessert. Damit konnte eine Grundlage für die medizinische Versorgung der Bevölkerung in Manikaland/ Simbabwe geschaffen werden.

Auch weiterhin sind die Menschen dort auf unsere Unterstützung angewiesen. Bereits jetzt gehen die Vorräte einiger häufig gebrauchter Medikamente zu Neige.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit in Simbabwe mit einer konkreten Spende.

Mutter und Kind sind dankbar für die medizinische Versorgung. Foto: humedica/Simon

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