Simbabwe - Hilfe zur Selbsthilfe: Ein weiter Weg

von Heidi Nicklin/Rosalyn Hoppe, 24.06.2009

Nach gut zwei Monaten in einem Land, das trotz seines Reichtums an Gold und Diamanten wirtschaftlich nicht aus eigener Kraft auf die Beine kommt, können wir ein erstes Resümee unserer Arbeit ziehen.

Mit Unterstützung von humedica, dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland sowie action medeor ist es uns gelungen, alle zehn Missionskliniken mit dringend benötigten Basismedikamenten zu versorgen.

Schon seit über einem Jahr haben diese Kliniken keine Medikamente mehr vom Staat erhalten, worunter vor allem die Menschen aus weit entfernten ländlichen Gegenden zu leiden hatten.

Seit einigen Monaten bereits versorgt humedica zehn Missionskliniken in Simbabwe mit Medikamenten: Foto: Corinna Blume/humedica

Diese haben aufgrund der landesweiten finanziellen Notlage und der entsprechend begrenzten Verfügbarkeit von US-Dollar kaum oder gar keine Möglichkeit, in den nächstgrößeren Ort zur Behandlung zu gelangen.

Die reaktivierten Missionskliniken stellen somit eine wichtige Anlaufstelle für die dortige Bevölkerung dar.

Unser Projekt hat in- und außerhalb von Mutare bereits für Aufmerksamkeit gesorgt, da wir in den vergangenen Wochen Anfragen von Missionskliniken der Anglikaner und Methodisten erhalten haben.

Auch von Privatpersonen und Ärzten, die sich in ihrer Freizeit für wohltätige Zwecke (Hilfen für Kinderheime, Albinos) engagieren. Diesem Personenkreis konnten wir mit humedica-Sachspenden aushelfen.

Insbesondere ein Projekt des Heal Africa Trust im Township Sakubva hat uns zu denken gegeben. In diesem Stadtteil Mutares wo hnen die Menschen auf engstem Raum, ohne ausreichende Wasserversorgung oder Sanitäranlagen.

Die dort lebende Bevölkerung leidet unter den Folgen von Hunger und AIDS. Eine Behandlung im Krankenhaus (6 Dollar nur für die Patientenaufnahme) ist für viele jedoch unbezahlbar.

Eine engagierte Gruppe von Freiwilligen hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, den Bedürftigsten unter den Kindern zumindest eine Mahlzeit pro Tag an zentraler Stelle anzubieten.

Gleichzeitig haben sie ein Outreach-Programm ins Leben gerufen, in dem sie die Bevölkerung medizinisch behandeln helfen. Damit kann wenigstens ein Bruchteil der Notleidenden erreicht werden.

Soweit es uns möglich war, haben wir den Trust mit humedica-Sachspenden versorgt.

Leben in Simbabwe bedeutet Leben am Existenzminimum. Foto: humedica/Heidi Nicklin

Zuletzt haben wir ein medizinisches Team in Harare verabschiedet, das für humedica und die befreundete Organisation Prison Fellowship International in zwei Gefängnissen der Hauptstadt Insassen behandelt hat.

Gut eine Woche waren die sechs Mediziner unter Leitung von Dr. Wolfgang Riske damit beschäftigt, die Folgen von Mangelernährung, Pilzerkrankungen und AIDS zu lindern.

Wie dieser Bericht zeigt, konnten wir an verschiedenen Stellen aktive Hilfe leisten. Auch für die kommende zweite Phase des Projekts gibt es viel zu tun.

Einerseits die Begleitung und Förderung der Programme der Missionskliniken, außerdem die Verteilung von Lebensmitteln an stationäre Patienten und zum anderen die Fortführung der Medikamentenverteilungen.

Der Bedarf ist groß in diesem Land, unsere Arbeit wird auch weiterhin dringend benötigt. Im Namen von vielen Menschen in Not erbitten auch weiterhin Spenden für die vielfältige Projektarbeit in Simbabwe. Vielen Dank.

humedica e. V.
Stichwort "Nothilfe Simbabwe"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen.

Den Browser jetzt aktualisieren×