Projektabschluss in Simbabwe - humedica Team kehrt zurück

von sha/Rosalyn Hoppe/Heidi Nicklin, 09.10.2009

Nach fünf Monaten sind unsere beiden Koordinatorinnen, Heidi Nicklin und Rosalyn Hoppe, wohlbehalten aus Simbabwe zurückgekehrt. Im Gepäck, wertvolle Erfahrungen mit Land und Leuten sowie den Herausforderungen der humanitären Nothilfe. Hier ein Überblick unserer Koordinatorin Heidi über die Arbeit von humedica.

Bei unserer Ankunft in Simbabwe im April wurden wir bereits mit Spannung erwartet. Auch wir waren auf unsere neue Kollegin, Schwester Anuarite, gespannt, die uns am Flughafen in Harare in Empfang nahm. Von dort war die dreistündige Weiterfahrt nach Mutare organisiert. Unterwegs konnten wir erste Eindrücke von der beeindruckenden Landschaft sammeln. Das Gelände des St. Dominic’s Convent wurde zum Dreh- und Angelpunkt unseres Einsatzes. Von hier aus wurden Medikamente und Sachspenden an die Missionskliniken in Manikaland organisiert und verteilt.

Die humedica Koordinatorinnen Heidi Nicklin und Rosalyn Hoppe in der Projektzentrale in Mutare. Foto: humedica.

Im Mai haben wir uns dann verstärkt den zehn Missionskliniken in den sehr abgelegenen Gebieten zugewendet. Mit der Ankunft der von action medeor gesendeten, großen Hilfsgüterlieferungen von 18 Tonnen Luftfracht, waren wir endlich mit den notwendigen Medikamenten ausgestattet, um allem Anfragen gerecht zu werden. Für die Mitarbeitenden der Kliniken führten wir eine Weiterbildung zu den Themen Cholera und Choleraprävention sowie allgemeiner Klinikhygiene und dem Umgang mit Impfungen durch.

Einige Patienten sind zusätzlich von starker Unterernährung gekennzeichnet und werden durch die Zugabe von regelmäßigen Mahlzeiten mit Spezialnahrung unterstützt. Für diese Patienten haben wir in den folgenden Monaten nach detaillierter Vorbereitung, Lebensmittel in den Kliniken verteilt. Unter anderem verteilten wir Maismehl, Öl, Bohnen, Milchpulver, Zucker, Soja, Trockenfisch und Erdnussbutter.

Die Aufnahmekapazitäten der Kliniken wurden in der Malariasaison (Juni und Juli) aufs Äußerste strapaziert. Darüber hinaus behandelten einige Kliniken eine wachsende Zahl an HIV/AIDS-Patienten.

Gut besuchte Sprechstunde in einer Klinik. Foto: humedica.

Viele Patienten leben so abgelegen, dass sie nicht zu den Kliniken kommen können. Glücklicherweise bietet beinahe jede Missionsklinik die Möglichkeit mobiler Behandlung an. Mindestens einmal im Monat fährt ein medizinisches Team in entlegene Gebiete, um Basisbehandlungen durch zu führen. Auf Grund der vielen Patienten der mobilen Versorgung, war es uns ein großes Anliegen, diese auch nach unserer Abreise garantieren zu können.

In den letzten beiden Monaten (August und September) unseres Einsatzes kümmerten wir uns darum, dass die Kliniken für den kommenden Hochsommer (Wintermonate in Deutschland, da Simbabwe auf der südlichen Halbkugel liegt) mit ausreichend Medikamenten und Lebensmitteln ausgestattet wurden. Außerdem führten wir in diesen Monaten eine Generalüberholung für alle zehn Ambulanzfahrzeuge durch. Insgesamt wurden knapp 69 Tonnen Medikamente und Sachgüter geliefert und verbraucht sowie 54.000 Patienten behandelt.

Auch wenn wir so manches Mal lange Stunden unterwegs im LKW verbracht haben, um die schiere Menge an Hilfsgütern zu verteilen, so wurden wir doch immer wieder daran erinnert, wie lebensnotwendig diese Mühen waren. Jedes uns entgegengebrachte Lächeln von Patienten und Angehörigen, das dankbare Klinikpersonal, freudestrahlende Kinder in Waisenhäusern und die Unterstützung und Wertschätzung unserer hoch motivierten Kolleginnen und Kollegen in Mutare, all dies macht humanitäre Nothilfe letztlich aus. Hilfe für Menschen in Not.

Herzliche Grüße Ihre Heidi

HINWEIS: Dieses Projekt wurde mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt. Vielen herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit und Hilfe.

Einer unserer vielen kleinen Patienten. Foto: humedica

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