Philippinen: Neues Ärzteteam im Katastrophengebiet

von Nils Stilke/SRI, 27.10.2009

Nach den verheerenden Unwettern mit einigen Zyklonen Anfang des Monats, kommen die Menschen auf den Philippinen nicht zur Ruhe. Die Situation ist für nahezu alle Betroffenen nach wie vor sehr angespannt: Infrastruktur und Versorgung sind längst nicht vollständig wiederhergestellt.

Vor wenigen Tagen traf erneut ein schwerer Zyklon die Nordspitze der Philippinen. Selten ist die genaue Entwicklung eines Sturmes vorherzusehen.

Da sich die Zyklonen in dieser Region immer wieder lange über dem Ozean aufhalten, besteht die Gefahr permanent, dass die Stürme viele Wassermassen mit sich reißen und zu einem Superzyklon mit besonders heftigen Regengüssen heranwachsen.

Die Zerstörungen in und um Manila sind immens. Foto: humedica/Nils Stilke

Gemeinsam mit der deutschen humedica-Ärztin Silvia Brims-Koponen und weiteren Ärzteteams der Partnerorganisation Operation Blessing bringen wir den Menschen in weit abgelegenen Dörfern verarmter Regionen, die von den Zyklonen betroffen sind, medizinische Hilfe und verteilen Hilfsgüter.

Unser Koordinator Nils Stilke berichtet: "Während ich das schockierende Ausmaß der Zerstörung im Fischerdorf Alaska in der Provinz Barangay/La Union mit meiner Kamera festhalte, kommen mehrere Kinder auf mich zu gelaufen und zeigen mir die Ruinen ihrer verwüsteten Häuser.

Wenige Meter weiter bauen wir in zwei Klassenräumen der örtlichen Schule unsere mobile Klinik auf. In diesen Tagen fällt der Schulunterricht aus. Mehrere Klassenräume wurden dem Erdboden gleich gemacht, zerstört durch die gewaltigen Wellen des nahe gelegenen Meeres.

Über 600 Patienten, die meisten von ihnen sind Kinder in mehrfach geflickten Kleiderresten, stellen sich geduldig in langen Wartereihen bei uns an und warten auf eine medizinische Behandlung. Wir sehen schlecht ernährte Babys und Kinder, von Karies zerfressene Zähne, infizierte Schnittwunden und viele Erkältungserkrankungen.

Mit jedem Medikament und Verband, jeder helfenden Berührung, jedem Lächeln und noch so kurzen Gespräch wollen wir diesen erschöpften Menschen Hoffnung bringen, ihnen mit Liebe in ihrer Not begegnen und ihnen sagen: Ihr seid wertvoll und nicht vergessen worden.

Der Abschied von einigen Patienten endet in einer herzlichen Umarmung. Während uns die Menschen im Dorf freudestrahlend nachwinken, bin ich gerührt und zugleich mit tiefem Frieden erfüllt. Ich frage mich für einen Moment, ob ich diese wunderbaren Menschen eines Tages wiedersehen werde?"

Hinweis: Nils Stilke wird weiter über den Einsatz auf den Philippinen berichten. Bitte besuchen Sie uns wieder! Und bitte unterstützen Sie unsere gezielte Hilfe auf den Philippinen.

Unsere Ärzteteams sind auf jede einzelne Spende angewiesen, um die Arbeit fortsetzen zu können:

      Spendenstichwort "Fluthilfe Philippinen"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

BITTE SPENDEN SIE HIER AUCH ONLINE. Vielen Dank.

Alle humedica-Einsatzkräfte, wie die Ärztin Silvia Brims-Koponen, leisten hervorragende Arbeit für Menschen in Not. Foto: humedica/Nils Stilke

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