Myanmar nach "Nargis": Neubau für Kinderheim geplant

von sha, 31.08.2009

In der Region Pyapon im Delta von Myanmar scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Eineinhalb Jahre nach dem verheerenden Zyklon "Nargis" sind viele Dörfer noch immer in einem katastrophalen Zustand.

Die allgemeine Versorgungslage mit Grundnahrungsmitteln und Medikamenten ist nicht gewährleistet. Leidtragende dieser scheinbar auswegslosen Situation sind viele Kinder, die durch den Zyklon zu Waisen oder Halbwaisen wurden.

Myanmar muss neben den Folgen des Zyklons auch innenpolitische Unruhen verkraften, was die Arbeit von Hilfsorganisationen beeinflusst.

In Zusammenarbeit mit einer lokalen Kirchengemeinde unterstützt humedica ein Kinderheim und möchte sehr gerne in den kommenden Monaten einen Neubau für 105 Waisen realisieren.

Noch schlafen viele Kinder eingerollt neben den Lebensmitteln. Foto: humedica/M. W.

Die deutsche Partnerin, die in Myanmar die Umsetzung unserer Hilfsleistungen koordiniert, ist seit 38 Jahren im pazifisch-asiatischen Raum engagiert und gleichzeitig Initiatorin dieses Projekts. Ihre Erfahrungen und Landeskenntnisse sowie ihre guten lokalen Kontakte ermöglichen weitgehend reibungslose Arbeitsabläufe.

Der fürchterliche Zyklon "Nargis" brachte den Menschen in Myanmar Tod und Zerstörung, nahm jede Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Die Fakten* zu diesem schrecklichen Sturm lesen sich wie eine Kriegsberichterstattung: 140.000 Menschen fanden den Tod, rund 2,4 Millionen wurden direkt durch die Zerstörung oder durch den Verlust von Angehörigen betroffen.

Die ohnehin eingeschränkte Gesundheitsversorgung wurde nach Schätzungen um bis zu 75 Prozent dezimiert. 450.000 Häuser wurden zerstört und weitere 350.000 beschädigt.

600.000 Hektar Anbaufläche wurden Opfer der dem Sturm folgenden Wassermassen; Ernteausfälle konnten nicht kompensiert werden. Landwirtschaftliche Geräte und Essensspeicher gingen in den Fluten verloren, etwa die Hälfte aller in der Landwirtschaft eingesetzten Nutztiere ertranken.

In der Region Pyapon, in der sich humedica engagiert, sind rund 240.000 Menschen noch immer massiv von den Auswirkungen des Zyklons betroffen.

Wir möchten Sie, liebe Besucher, Freunde und Förderer, herzlich bitten, dieses Projekt in Myanmar mit gezielten Spenden zu unterstützen, um den Blick der Kinder aus einer schlimmen Vergangenheit in eine bessere Zukunft zu richten.

humedica e. V.
Stichwort "Myanmar"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

oder auch online über folgenden Link: Myanmar.
Vielen herzlichen Dank für jede Form der Unterstützung.

Wir erbitten Ihr Verständnis, dass wir aufgrund der Umstände in Myanmar sehr sensibel mit der Nennung von konkreten Orts- oder Personennamen umgehen müssen. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Fragen oder Unklarheiten zu diesem Projekt bestehen.

*Quelle: IASC/UN

Kinder des Waisenhauses hoffen auf den Neubau eines Gebäudes. Foto: humedica/M. W.

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