Niger: Meningitis-Workshop erfolgreich durchgeführt

von Simone Winneg/SRI, 17.08.2009

Eine Meningitisepidemie bedrohte vor wenigen Monaten im April im Niger tausende von Menschen. Dank der Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland konnte humedica eine Impfkampagne durchführen und helfen, die Epidemie zu bekämpfen. Prophylaktisch sind aber bereits Schritte möglich, um die heimtückische Krankheit im Griff zu behalten.

Mobile medizinische Teams von humedica hatten im Distrikt Kollo einen wichtigen Teil dazu beigetragen, dass die Epidemie sich nicht weiter ausbreiten konnte und gleichzeitig für zukünftige Prävention gesorgt: 43 000 Personen konnten innerhalb von zwei Monaten geimpft werden.

Jeder Teilnehmer erhielt vom humedica-Team um Simone Winneg eine Urkunde und ein Meningitis-Notfallset. Foto: humedica

Impfkampagnen sind ein gutes Mittel der Bekämpfung, wenn die Epidemie ausgebrochen ist. Aber bereits im Vorfeld sind einige Maßnahmen umsetzbar: Die Gesundheitsposten im Umland etwa müssen verstärkt und geschult werden, besonders im direkten Umgang mit der Krankheit. Daher luden wir diese Woche die Vertreter jeder Gesundheitsstation im Distrikt nach Kollo ein, um an unserem Workshop über Meningitis teilzunehmen.

23 Personen aus den umliegenden Dörfern und das medizinische Personal der Klinik folgten unserem Ruf zu dem eintägigen Workshop. Mit der großzügigen Unterstützung desAuswärtigen Amtes wurden Ihnen grundlegende Informationen zur Meningitis übermittelt, ihre Behandlung, die Impfung und ihre Risiken sowie der korrekte Umgang mit Statistiken.

Aufmerksam und interessiert folgten sie den Ausführungen von Dr. Yacouba und Dr. Habibou, die ihre Präsentationen über moderne Medien anschaulich vermittelten und in Fragerunden, Diskussionen und einem Fragebogen den Wissensstand der Teilnehmer evaluierten und Unklarheiten gezielt beseitigten.

Mit dieser Schulung wurde das Wissen der Krankenpfleger in ländlichen Gebieten aufgefrischt und so ihre Kapazitäten, eine Epidemie rechtzeitig zu erkennen und reagieren zu können, entscheidend verbessert.

Das Team beließ es aber nicht nur bei der Weitergabe von Informationen, sondern stellte den Teilnehmern auch ein kleines Notfallset für den Ausbruch einer Meningitisepidemie zur Verfügung: essenzielle Hygieneartikel wie Seife, Mundschutz und Handschuhe sowie einige Dosen der lebensrettende Therapie wurden an jede Gesundheitsstation verteilt.

Eine Lernmappe, in der alle relevanten Informationen zusammengefasst sind soll den Teilnehmern als Gedächtnisstütze zur Seite stehen. Die Teilnehmer freuten sich sehr über dieses außergewöhnliche Engagement von humedica.

Ich bedanke mich in ihrem Namen bei all unseren Spendern und dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland, die dies ermöglicht haben.

Herzliche Grüße
Ihre
Simone Winneg

23 Teilnehmer hatte der erste humedica-Workshop im Niger rund um das Thema Meningitis. Foto: humedica

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