Indien: Wertvolle Hilfe für Kinder - Zwischen Prüfung und Ferien

von Ulrike Kern/SRI, 22.05.2009
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Seit einigen Jahren unterstützt humedica die Arbeit des PENIEL SOCIAL INSTITUTE, dem ein Kinderheim und zwei Schulen angehören. Geleitet wird dieses Projekt in Kolar Gold Fields (im südindischen Bundesstaat Karnataka), am Rande der Millionenstadt Bangalore gelegen, von Ulrike Kern und ihrem Mann, Pastor Louis Paul Kern.

Bildung ist ein Schlüssel, um Armut zu entkommen, darauf baut auch die von humedica unterstützte Projektarbeit in Indien. Foto: PENIEL

Ihr aktueller Bericht an humedica enthält viele spannende Informationen aus dieser vielfältigen Projektarbeit, die insbesondere Kindern in Not dient.

Zum schulischen Bereich des Projekts gehören zwei Einrichtungen, die man mit einer Grundschule und einer weiterführenden Schule bis etwa zur achten Klasse in Deutschland vergleichen kann. Die Arbeit in einer eher ländlichen Region Indiens (trotz der Nähe zu Bangalore) ermöglicht vielen Kindern aus abgelegenen Dörfern den Schulbesuch.

Ihr Weg zu einer staatlichen Einrichtung wäre viel zu weit. Das PENIEL SOCIAL INSTITUTE wird komplettiert durch ein Kinderheim, in dem Waisen, verlassene oder auf den Straßen lebende Kinder ein neues Zuhause finden.

Sommerzeit - schwierige Zeit

Indien gehört in weiten Teilen zu den Ländern weltweit, die in der Sommerzeit nicht nur an hohen Temperaturen (bis zu 50 Grad Celsius) zu leiden haben, sondern auch an durchaus existenziellen Problemen.

Neben Moskitos und anderen Insekten haben die Kinder und ihre Betreuer immer wieder auch mit besonderen Eindringlingen zu kämpfen wie etwa Affen oder Eichhörnchen. Foto: PENIEL

Die warmen Temperaturen und die andauernde Dürre trocken Flüsse und Seen, Rohstofflieferanten zur Versorgung der Bevölkerung, aus. Das überlebenswichtige Wasser wird so über Monate zu einem seltenen Gut.

Ulrike Kern bestätigt in ihrem Bericht: "Es sind die Ärmsten der Armen, die unter der Wasserknappheit besonders leiden. Die Lebensumstände der armen Bevölkerung übersteigen unsere Vorstellungskraft."

Direkt betroffen sind die Einrichtungen des PENIEL SOCIAL INSTITUTE noch nicht, lediglich der Wasserdruck auf den Leitungen hat erheblich nachgelassen. Das warme Wetter bringt aber auch Umstände, vor denen keiner entfliehen kann.

Unzählige kleine Fruchtfliegen und Moskitos schwirren durch die aufgeheizte Luft und lassen sich auch von Gegenmaßnahmen nur selten beeindrucken.

Ungewöhnlichen Projektbesuch gab es schließlich im April zu bestaunen: Ein Affe hatte sich auf dem Grundstück verirrt und Gefallen an den Palmen mit Kokosnüssen gefunden. Der ungebetene Besucher konnte erst nach einigen Tagen nur dank der Tricks eines Tier erfahrenen Mitarbeiters vertrieben werden.

Zwischen Schule und Ferien

Im April standen für viele Schüler des Projekts Abschlussprüfungen in ihren Klassen an. Indiens Schulsystem sieht ab Mai eine lange Sommerpause vor und anschließend einen nahezu durchgängigen Unterricht bis Ende Mai. Jedes Schuljahr wird mit Prüfungen beendet, der erfolgreicher Abschluss Voraussetzung für eine Versetzung in die nächste Klasse ist.

Ein Drittel der indischen Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre: Die PENIEL-Projekte investieren in die Zukunft des Landes. Foto: PENIEL

Zu Beginn der schulfreien Zeit bietet das PENIEL-Team Jahr für Jahr den Gospel-Kinderklub an. Die diesjährige Ausgabe des beliebten Ferienprogramms startete am 14. April mit 50 Kindern, die in verschiedene Gruppen eingeteilt wurden und über sechs Aktionstage auch regelmässig teilnahmen.

Nach einer spannenden Zeit gab es am Ende für alle Teilnehmer eine Urkunde für den Besuch des Kinderklubs und eine kleine Belohnung wie Mini-Trommeln, Brotdosen oder Süssigkeiten. Ein Fest für die Kinder - in jeder Hinsicht.

Immer wieder versuchen die Mitarbeiter, Abwechslung in den Alltag der Schul- und Heimkinder zu bringen. Neben dem Kinderklub, Sporttagen und anderen Veranstaltungen gibt es immer mal wieder auch ein Picknick oder Ausflüge in die nahe gelegene Metropole Bangalore.

Die PENIEL-Kids: Eine Zukunft durch konkrete Unterstützung und Schulbildung

humedica unterstützt die Arbeit in Indien mit 1200 Euro monatlich. Damit wird ein großer Teil des benötigten Budgets für die beiden Schulen und das Kinderheim sowie die Betriebskosten für den Schulbus gedeckt. Hilfe, die wir dank der Unterstützung unser Freunde und Förderer leisten dürfen.

Bitte geben Sie uns durch Ihre gezielte Spende die Möglichkeit, auch in Zukunft die Arbeit des PENIAL SOCIAL INSTITUTE zu ermöglichen. Vielen herzlichen Dank.

Dieses Dankeschön übermitteln wir Ihnen sehr gerne auch im Namen des PENIEL-Mitarbeiterteams, aller Schülerinnen und Schüler.

Ulrike Kern leitet gemeinsam mit ihrem Mann, Pastor Louis Paul Kern, das PENIEL SOCIAL INSTITUTE. Das Ehepaar hat zwei Töchter und einen Sohn. Foto: privat

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