Indien: Ehrenamtlich im Duncan-Hospital - Frau Dr. Wingelmann zieht eine erste Bilanz

von Dr. Elisabeth Wingelmann/SRI, 29.01.2009

Ein halbes Jahr hat Frau Dr. Elisabeth Wingelmann eingeplant, um sich ehrenamtlich in einem der größten Länder unserer Erde zu engagieren. Ihr Halbzeitresümee nach drei Monaten zeigt, dass es viel Arbeit gibt in Indien. Viel Arbeit für Menschen in Not. Ein Bericht aus dem Duncan-Hospital in Raxaul.

Ein halbes Jahr verbleibt Dr. Elisabeth Wingelmann im Duncan-Hospital. Foto: humedica

"Liebe Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von humedica in Kaufbeuren, liebe Freunde und Förderer, liebe Spender,
 
aus dem Duncan-Hospital in Raxaul möchte ich Ihnen im Neuen Jahr herzliche Grüsse senden und Ihnen alles Gute, Gesundheit , viel Erfolg und Freude für Ihre Arbeit zu Beginn des Jahres 2009 wünschen.

Die ersten drei Monate meines ärztlichen Einsatzes hier im Duncan-Hospital in Raxaul sind bereits vorüber; ich kann froh und zufrieden zurückblicken und ebenso zuversichtlich den noch folgenden drei Monaten entgegensehen.

Im Krankenhaus bin ich von Anfang an gut empfangen worden und nach wenigen Tagen der Einarbeitung und -gewöhnung konnte ich vor allem im Operationssaal mitarbeiten. Seit Mitte Oktober bin ich also im vollen Einsatz, sowohl chirurgisch als auch gynäkologisch.

Die Patienten kommen hier in Bihar aus der näheren und fernen Umgebung der Provinz, auch aus Nepal. Viele sind schwer krank. Im Vordergrund im Bereich Chirurgie vor allem Operationen im Bauchbereich (Magen-Darm, Blinddarm, Hernien sowie Laparotomien nach Schuss- oder Stichverletzungen und Unfällen).

163 Kaiserschnitte hat Dr. Wingelmann in drei Monaten durchgeführt. Foto: humedica

Laparoskopisch werden auch Cholecystektomien (Gallenblasenoperationen) und Appendektomien (Blinddarmoperationen) durchgeführt. In der Gynäkologie und Geburtshilfe werden stündlich Patienten aufgenommen. Täglich gibt es bis zu 15 Normalgeburten und bis zu sechs Kaiserschnitt-Entbindungen.

Gebärmutter- und Eierstockentfernungen sowie Kaiserschnittentbindungen werden hier häufig vom Chirurgen durchgeführt, da der Gynäkologe oft die neu ankommenden Patientinnen versorgt oder aufnimmt und zeitlich entsprechend voll ausgelastet ist.

Seit meiner Ankunft im Oktober konnte ich unter anderem bereits 163 Kaiserschnittentbindungen durchführen und ich hoffe, dass ich auch in den kommenden Monaten noch viele Neugeborene sehen und willkommen heißen kann.

Erwähnen möchte ich noch, dass all die ärztlichen Kollegen und Kolleginnen sowie Schwestern und Pfleger im Operationssaal und auf den Stationen im Hospital sehr freundlich und entgegenkommend sind .

Das Wetter hier ist, jetzt zu Anfang des Jahres, neblig und kühl mit Temperaturen um 16 Grad Celsius tagsüber, vergleichbar mit dem Spätherbst in Deutschland. Im Februar und März soll es wieder wärmer und sonniger werden.

Für die kommenden Wochen und Monate möchte ich Ihnen allen alles Gute wünschen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre
Dr. Elisabeth Wingelmann"

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